Teil eines Werkes 
7. Band (1847)
Entstehung
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verſtanden hatte. Da ſie nicht roth geſchminkt war, ſo er⸗ ſchien ihre Bläſſe erſchuͤtternd. Nur ihre beiden großen Augen erhellten mit ihrem Glanze ihr Geſicht, weiß wie ein Leichentuch. Es iſt unmoͤglich, den unbeſchreiblichen Kontraſt ihres brennenden Blicks, voll faſt fieberhafter Gluth und dieſes bittern, eiſigen Lächelns zu beſchreiben, das dieſes Geſicht von himmliſcher Schoͤnheit verſtellte. Ein unbeſtimmter Inſtinkt ſagte mir, daß dies nicht blos eine zu ihrem Vergnuͤgen und im Beduͤrfniß der Rolle vor⸗ genommene Maske ſei. Nein! nein! ich erinnerte mich nur allzugut, mit welchem Ausdrucke wilden Gefuͤhls ſie jenen unſeligen Toaſt, Haß den Reichen! ausgebracht, nachdem ſie, gleich uns, von den kleinen Reichen im Walde von Chantilly unbarmherzig war zuruͤckgewieſen worden, ich erinnerte mich nur zu gut, welche wilde Freude

ſich uͤber ihre bis dahin ſo ſanften Zuͤge verbreitet hatte, als

ich bei Einbruch der Nacht die ohnmächtige Regina auf

meinen Armen fortgetragen hatte. Nein, nein! ich fuhlte,

daß in dieſer Rolle eines böſen Genius Basquinens ohn⸗ ſtreitig durch das Ungluͤck verbitterte Seele ſich ganz auf ihrem Geſichte ausſpreche. Das Unglück hatte ſie zu dieſer Rolle geeignet, welche ihr jetzt der gufall verlieh. Der tiefe Eindruck, den ſie auf einige ausgezeichnete Kenner hervorbrachte, bewies hinreichend, daß hier etwas Anderes zum Grunde liege, als die Darſtellung einer an ſich unbe⸗ deutenden Rolle.

Basquinen's Erſcheinung, ihre Stellung, Bewegung Martin. VII. 2