Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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plötzlich der Lakai zu ſeinem Kameraden,ich erzaͤhle Dir das ein ander Mal. .. . Da kommt mein Herr... wenn ich Dich wiederſehe, ſprechen wir von der Stelle.

Mit dieſen Worten eilte der Bediente des Grafen Duriveau ſchnell zu dem Perron, dem ich mich auch näherte, in der Vorausſetzung, daß mein Herr, Robert von Ma⸗ reuil, nicht lange nach Reginen kommen werde. Ich ſah ſie auf dem Perron ſtehen bleiben. Sie gab einem Manne von etwa 50 Jahren den Arm, welches, wie ich ſpäter er⸗ fuhr, ihr Vater, der Baron von Noirlieu, war. Sein Wuchs war duͤnn und ſchon gebeugt, er hatte graue Haare und hohle, brennende Augen in tiefen Höhlen. Die Ma⸗ gerkeit ſeines Geſichts, das bittre, verzerrte, faſt ſtereotype

Lächein auf ſeinen Lippen, verliehen ſeinen Zuͤgen einen

Ausdruck krankhafter, faſt finſterer Traurigkeit.

Regina war mit ſtrenger Einfachheit gekleidet. Sie trug eine ſchwarze Robe, und einen Hut von weißem Krepp, minder weiß als ihr bleiches Geſicht mit ſchwarzen Haaren eingerahmt. Ihre Phyſiognomie zeigte eiſigen Ernſt. Der Fuͤrſt von Montbar und der Graf Duriveau umdraͤngten ſie Der Graf wandte ſich lächelnd und dienſtfertig bald an den Baron, der ihm mit zerſtreuter Miene kurz ant⸗ wortete, bald an Regina, die ihn mit der außerſten Kälte anzuhören ſchien. Der Fuͤrſt von Montbar beobachtete dagegen eine ohnſtreitig berechnete Zuruͤckhaltung gegen Re⸗ gina, denn ſie kam mir ein wenig affectirt vor. Er be⸗ ſchaͤftigte ſich unbefangen und heiter, beſonders mit dem