Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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auf dem Perron, der fuͤr ſie zum Pranger geworden war, nachdenkend und niedergeſchlagen daſtand, eine ſchmerzliche Empfindung, dann aber uͤberfiel mich eine Art von Schau⸗ der, wenn ich bedachte, daß das, wovon ich glaubte, es müſſe in ein undurchdringliches Dunkel gehuͤllt bleiben, das Geheimniß eines weiblichen Herzens, ſo leicht durchſchaut, und den groben Spaͤßen des Vorzimmers preisgegeben werde. Ich konnte nicht begreifen, daß das Echo dieſer unartigen Scherze nie zu den Ohren der Frau, des Mannes oder des Geliebten gelange, und wunderte mich beſonders uber dieſes eigenthuͤmliche Gemiſch unver⸗ ſchaͤmten Spottes und tiefen Verſchwiegenſeins. Plötzlich fuhr ich uͤberraſcht zuſammen. Ein ſehr ſchönes gruͤnes Coupt, mit grun und orange Livree, hielt am Fuße des Perrons. Aus dieſem Wagen ſah ich ge⸗ wandt den Unbekannten der Schaͤnke zu den 3 Tonnen ſtei⸗ gen. Ich konnte mich ſeiner Identität um ſo mehr ver⸗ gewiſſern, da er zu der jungen blonden Frau, die er ohn⸗ ſtreitig kannte, trat, ihr und ihrem Manne die Hand vertraulich druͤckte, und einige Augenblicke mit Beiden ſprach. Wenn die Haltung und ſeltne Schönheit dieſes Unbe⸗ kannten mir ſchon aufgefallen waren, als ich ihn in be⸗ ſchmutzten Kleidern ſich in einer Kneipe mit Branntwein hatte betrinken ſehn, ſo ſchienen mir jetzt dieſe Haltung, dieſe Schönheit noch auffallender, jetzt, wo ich ihn mit Ele⸗ ganz und Sorgfalt gekleidet erblickte. Seine Phyſiognomie