Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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fuͤr meine Beobachtungen und Neugier ein weites Feld darbot.

Unter eine große Menge von Bedienten, die an der Thuͤr des Muſeums ſtanden, gemiſcht, hörte und ſah ich aufmerkſam zu. Ich verdankte ſchon meiner dienenden Stellung zu viele koſtbare Mittheilungen, um nicht ſicher darauf zu hoffen, auch noch mehre zu erhalten.

Indem ich mich hier und da in die Gruppen der Be⸗ dienten miſchte, bemerkte ich, daß ſie ſich, nach dem Bei⸗ ſpiele ihrer Herrſchaften, in die ariſtokratiſche und in die burgerliche Klaſſe trennten. Die Bedienten großer Häuſer, an ihrem hohen Wuchſe, den Wappenknöpfen ihrer Livreen und der leichten Puderlage auf den Haaren kenntlich, bil⸗ deten eine vollig abgeſonderte Gruppe von den Lakaien der Buͤrgerlichen, mit welchen ſie nie ſprachen, vielleicht nicht aus Stolz, ſondern nur in Folge ihrer geſelligen Ver⸗ haͤltniſſe. Die Herren lebten in derſelben Welt, und ſo fanden ſich auch die Diener alle Abende in einer kleinen An⸗ zahl von Haͤuſern wieder, die, wie ich ſpäter erfuhr, im Vereine mit gewiſſen Geſandtſchaften die Empfangsorte des feinſten Dufts der hohen Pariſer Ariſtokratie bildeten⸗ Die Verhaͤltniſſe der Buͤrgerlichen waren dagegen unendlich vertheilt, und da die Bedienten ſich nicht in denſelben Krei⸗ ſen des Zuſammenſeins antrafen, ſo bildeten ſie auch keine geſchloſſenen Gruppen, wie die der Lakaien der vorneh⸗ men Herren.

Nach dieſer letztern Gruppe wendete ich mich in der