— 206 —
dem Einfluſſe eines eiferſuͤchtigen Widerwillens gegen Ro⸗ bert unterworfen zu ſein, denn er war von Regina geliebt worden .. . ward es vielleicht noch!
Geliebt von dieſem jungen Mädchen, deren ſeltne Tu⸗ genden ich nach der Unterredung, die ich belauſcht hatte, noch mehr bewunderte!.. Er, geliebt von Regina!
Und dieſe Verbindung war möglich!. .. Regina, treu den Schwuͤren einer erſten Liebe, verblendet durch ihr Vertrauen zu einem Manne, den ſie ihrer wuͤrdig glaubte, mißhandelt vielleicht im väterlichen Hauſe, darauf rechnend, in Robert eine edle und hingebende Mitwirkung zu finden, die ihr beiſtände, die Wiederherſtellung des Andenkens ihrer Mutter zu verfolgen und zu erlangen, mußte vielleicht Roberts von Mareuil Abſichten erfuͤllen.
Ein einziger Umſtand war gegen dieſen gn hatte ihm noch nicht geſagt: Kommen Siel
War dies Seiten des jungen Mädchens nöthiges 35⸗
gern? war es Vergeſſenheit? Mangel an Wort? neuere Kenntniß von Roberts Charakter? oder Unterwerfung unter den Willen ihres Vaters, der, wie man ſagte, ſie mit dem
Grafen Duriveau zu vermaͤhlen wuͤnſchte? war es 2
Liebe zum Fuͤrſten von Montbar?
Mitten unter dieſen Verwicklungen wechſelten meine Beſorgniſſe den Gegenſtand, ohne deßhalb minder lebhaft zu ſein. Mein Gott, welche Wahl auch fuͤr zwiſchen
dieſen drei Maͤnnern: dem Grafen Duriveau,


