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gegeben hatte. Ich bedachte, was in dem Gedanken, der faſt Allen, die nicht ihrer Arbeit oder ihrem Verſtande, ſondern blos dem Zufalle der Geburt die Guͤter des Gluͤcks verdan⸗ den, allgemein iſt, fuͤr unvermeidlich Unſeliges liegt, in dem Gedanken: Ich bin nicht zum Arbeiten gemacht; mein Vater iſt reich, ich werde reich werden, und meinen Rang behaupten.
Ich dachte endlich an jene unheilbare Peſt des Muͤſ⸗ ſigganges, an jene Gewoͤhnung an Lurus, an die Noth⸗ wendigkeiten des Ueberfluͤſſigen, die ſo zu ſagen unſere Na⸗ tur belaſten, indem ſie uns, wie es ſcheint, faſt neue Sinne, neue Organe, eben ſo gebieteriſch wie die uͤbrigen ſchaffen.
Dann kam ich dahin, Robert von Mareuil auftichtig zu beklagen, nicht weil er das war, was er iſt, ſondern daß er durch eine der unſeligſten Folgen von Erbſchaften, eine muͤſſige Jugend, bis zu dieſem Grade der Feigheit, Ohnmacht und Entartung gebracht worden.“
Auch dieſes Mal wieder fand ich beſtaͤtigt: oft verthiert, erniedrigt der Mißbrauch des Reichthums eben ſo wie das tiefſte Elend, und man iſt dieſen Opfern des Ueberfluſſes zwar ohne Zweifel nicht jenes herzliche Erbarmen, jene ge⸗ heiligte Theilnahme ſchuldig, welche ſtets die Märtyrer der ſchwerſten Entbehrungen einfloͤßen, aber doch auch jene Art ſchmerzlichen Mitleids, welche, wie mir Claude Gerard ſagte, das Loos der elenden Kranken fordert, deren Blut durch ir⸗ gend ein Erbuͤbel verdorben iſt.
Ich überließ mich um ſo mehr dieſen Gefuhlen billi⸗ ger Theilnahme, als ich befurchtete, ohne es ſelbſt zu wiſſen,


