Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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er vernuͤnftigerweiſe gebieten konnte, ſeine beſcheidene Woh⸗ nung, ſein Brot und die fruchtbaren Hilfsquellen ſeiner Einbildungskraft. Ich hatte auch mit einiger Zuftie⸗ denheit bemerkt, daß trotz ſeiner herzlichen Freundſchaft fuͤr Robert von Mareuil, der Dichter dennoch ſeiner Ergebenheit ſtrenge Granzen ſetzte, und ich hielt ihn fuͤr um ſo unfähiger, eine unedle Handlung gegen Regina mit begehen zu helfen, als er nicht ohne einige Bedenklichkeiten ſeinen Beiſtand zu den Heirathsplaͤnen Roberts gewährte. Der entſchloſſene und kalte Ton, womit dieſer von ſeinem Vorhaben des Selbſtmords ſprach, hatte mich uͤberzeugt, daß dieſer Entſchluß aufrichtig ſei. Ich geſtehe es, daß, wenn ich eine Art von Mitleid fuͤr dieſen jungen Mann empfand, ſie doch ohne alle eigene Theilnahme, ohne tieferes Gefuͤhl war. Dieſe Unthätig⸗ keit, dieſe feige Entſagung, die den Tod der Arbeit vorzog, ohne dieſe je auch nur verſucht zu haben, dieſes Geſtändniß voll cyniſcher Frechheit, daß das Leben ihm ſelbſt bei 15000 Francs Einkuͤnften unmoͤglich ſein wuͤrde, dieſer eben ſo unverſchaͤmte als ungluͤcklicherweiſe wahrhafte Anſpruch, nur eine Epiſtenz als Millionair annehmen zu koͤnnen, hatte mich anfänglich mit Widerwillen, Verachtung und Ekel gegen dieſen ungluͤcklichen jungen Mann erfuͤllt; indem ich mir aber darauf die Lehren Claude Gerards ins Gedächtniß zu⸗ ruͤckrief, Lehren voll Milde und Weisheit, ſo dachte ich an die Erziehung, welche Robert von Mareuil genoſſen hatte, eine Erziehung, von welcher mir die Scene der Kindheit, die vor⸗ dem in dem Walde von Chantilly vorgefallen, eine Probe