Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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Kornmeiler. Zwei von ihnen ſtanden einander ſehr nahe. Ueberdies war die Nacht gaͤnzlich hereingebrochen. Ich zog einige Hände voll Stroh heraus, breitete ſie auf den Boden und legte mich darauf, indem ich mich mit den Ueberbleib⸗ ſeln einer andern Garbe bedeckte. Das Wetter war mehr feucht als kalt. Ich fand ſonach ein ziemlich geſchuͤtztes Unterkommen.

Zwar bedauerte ich noch immer den Verluſt meiner letzten Sous, als meiner einzigen Hilfsquellen, empfand aber doch eine, ob auch traurige Beruhigung in dem Gedan⸗ ken, daß Regine in Paris lebe, und ich ein Geheimniß von großer Wichtigkeit fuͤr ſie beſitze. Ich konnte nicht mehr daran zweifeln: entweder wurde dieſer Unbekannte von ihr geliebt, oder er liebte ſie, und in beiden Faͤllen konnte mein Geiſt es nicht faſſen, wie ein Mann, der ein ſo edles und reizendes Maͤdchen liebe, oder von ihr geliebt werde, ſich häufig einer ſo ſchimpflichen Erniedrigung hin⸗ geben könne. Was das Geheimniß betraf, in welches dieſe Verirrungen ohne Zweifel bisher gehuͤllt geweſen, ſo erklaͤrte ich mir daſſelbe aus der Wahl und Abgelegenheit der Orte, wo ich nun zweimal dieſen Unbekannten angetroffen hatte.

Dieſe Gedanken hatten ſo viel Einfluß auf mich, daß ſie mich einige Augenblicke davon abhielten, an meine eigne Zukunft zu denken; bald aber ſank ich wieder, von der dro⸗ henden Gefahr meiner Lage erdruͤckt, zuſammen. Es be⸗ durfte faſt fuf Tage bis ich Antwort von Claude Gerard erhalten konnte, und ich beſaß nicht einmal ſo viel, um mir