kräͤftig feſthaltend fing er an aus allen Kraͤften zu ſchreien: „ein Dieb! ein Dieb!“
Wir waren nicht weit von der Barriere, an der ich eine Schildwache erblickte. Von den Folgen erſchreckt, welche eine ſolche Verhaftung fuͤr mich haben konnte, und ungluͤcklicherweiſe nicht Zeit genug beſizend, um die Sous wieder aufzuraffen, die hie und da im Kothe zerſtreut lagen, machte ich mich nicht ohne Muͤhe aus den Haͤnden des Un⸗ bekannten los, der ſein Geſchrei verdoppelte, und entfloh querfeldein mit der groͤßten Schnelligkeit ins Freie.
Von der Furcht, feſtgenommen zu werden, verfolgt, ging ich bis Einbruch der Nacht, welche in dieſer Jahres⸗ zeit ſich ſo ſchnell naht, immer weiter. Ich war mitten in Feldern, erblickte aber von Weitem links ein Dorf, und rechts, etwa zweihundert Schritte von mir, mehre Korn⸗ meiler, welche mich an die erinnerten, unter denen Bam⸗ boche, Basquine und ich mehr als einmal bei unſerm Um⸗ herſtreifen ein Nachtlager gefunden hatten.
Da ich keinen Sou mehr beſaß, ſo hielt ich fuͤr an⸗ gemeſſen, die Nacht wieder unter einem derſelben zuzu⸗ bringen, ſtatt nach Paris zuruͤckzukehren, um dort am nächſten Morgen herumzuirren. Da ich ſeit zwei Tagen ſehr wenig genoſſen hatte, und ſeit geſtern Abend noch nuͤchtern war, fing mich der Hunger gewaltig zu plagen an. Ich ſchaute umher, ob ich nicht ein Feld mit Rüben erblicken könnte. Aber die Ebene war kahl, und mit Fur⸗ chen durchzogen. Nach einigen Minuten erreichte ich den


