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Ich ſah dieſen Mann mit einem Gemiſch von Ver⸗ wunderung und Mitleid an. Jetzt bei hellem Tage ſchie⸗ nen mir ſeine Zuͤge noch reiner, noch ſchoͤner als vorgeſtern Abend, und ob er gleich ohne Zweifel von einer langen und ſchmutzigen Orgie kam, ſah ſein Geſicht friſch, faſt ausge⸗ ruht aus. Endlich verriethen trotz der Unordnung ſeines Haares und Anzugs, trotz der Schwankungen ſeines Gan⸗ ges, die Milde und Biegſamkeit ſeiner Stimme und die Art von ausgezeichnetem Benehmen, das er ſelbſt noch mit⸗ ten in der Trunkenheit beobachtete, jeden Augenblick ſeinen hoͤhern Stand. 8h. „Sie ſollten nach Hauſe gehen, mein Herr,“ ſagte ich zu ihm, „wollen wir nach einem Fiakerplatze hin⸗ gehen?“ Ich hoffte auf dieſe Weiſe ſeine Wohnung zu er⸗ fahren.
„Sie ſind ein ſehr redlicher Mann. trotz Ihrer grie⸗ chiſchen Muͤtze und Ihrer Blouſe,“ ſagte er mit faſt komi⸗ ſcher Höflichkeit zu mir. „Sie ſtrecken Ihre Hand aus nach einem Ertrinkenden. im Weine.. das iſt. ſehr gut und ſchoͤn.... Aber ich danke Ihnen ich ich werde nicht nach Hauſe gehen .. als erſt heute Abend. . heut Nacht.. Sie ſehen wohl.. Sie der Sie ein artiger Mann ſind.. trotz Ihrer griechiſchen Muͤtze d ich ſo ganz betrunken.. wie ich es wirklich bin. nicht nach Hauſe kommen kann ſo vor meinen Dienſt⸗ leuten.“
Mattin VI. 2


