Ich fuhr alſo fort, hier⸗ und dahin herumzuirren. Auf meinen Wegen traf ich eine Tiſchlerbude an. Da ich nun in der Zimmermannskunſt wohlerfahren war, die in vielen Fäten an das Tiſchlethandwerk ſtößt, ſo wagte ich beim Herrn der Bude eine neue Anfrage.
„Mein Sohn,“ ſagte er zu mir, „von zwanzig tuͤch⸗ tigen Arbeitern, die ich den Sommer hatte, habe ich nur noch funf behalten, weil jetzt nichts mehr gebaut wird. Wie zum Henker ſoll ich da Sie beſchäf igen, der Sie nicht ein⸗ mal vom Handwerk ſind?“
Die Antwort war richtig. Ich entfernte mich alſo mit gebrochenem Herzen. Da brach die Nacht ein. Von Hunger und Muͤdiskeit erſchöpft, kaufte ich für drei Sous Brot kei einem Baͤcker und fragte, ob ich weit von der Barriere de la Chopinette ſei, denn ich wollte wieder in der geſtrigen Herberge ſchlafen, da der Wirth ſchon eine Art von Bekannter fuͤr mich war. Um aber dahin zu gelangen, häte ich ganz Paris durd wandern müſſen, da ich mich in der Gegend des Pont Neuf befand. Nun erkundigte ich mich, ob es in dieſem Viertel ſolche Schlafſtellen gebe, und man zeigte mir die kleinen Gäßchen an, die an den Louvre und die Straße St. Honoré gränzen. Ich trat in eine die⸗ ſer finſtern Wohnungen ein. Man verlangte von mir nicht vier, ſondern ſechs Sous, wegen der Nähe des Palais Royal, wie man ſagte, aber dieſe zwei fuͤr mein Nachtlager auszu⸗ gebenden Sous machten den Unterhalt auf einen Tag fuͤr mich aus. Ich war ſo abgetrieben, ich fuhlte einen ſo


