Teil eines Werkes 
6. Band (1847)
Entstehung
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In dieſem Augenblicke rief ihn ſein Sekretair, ich

weiß nicht mehr, wegen welcher wichtigen Angelegenheit, ab. Ich ging von ihm mit dem verzweiflungsvollen Gedanken, daß er, die Gemeinheit der Ausdruͤcke abgerechnet, mir ziemlich daſſelbe geſagt hatte, wie der Herr des Abſteige⸗ quartieis.

So niederdruͤckend nun auch dieſe neue Pruͤfung war, ſo ließ ich mich doch noch nicht abſchrecken. Ich beſaß ſechzehn Spous. Wenn ich nun alſo mit zwei bis drei Sous räglich fuͤr Brot lebte und nächtlich vier Sous für ein Unterkommen bezahlte, ſo hatte ich noch zwei Tage davon zu leben und ich rechnete wider meinen eigenen Willen doch noch auf einen Gluͤcksfall. Eh⸗ ich mich alſo zu abenteuerlichen Nahrungs⸗ zweigen verſtand, die mir jener Wirth vorgeſchlagen hatte, wollte ich verſuchen, Mittel zu einer weniger ungewiſſen Exiſtenz zu finden.

Als ich nun ſo durch die Gaſſen ſchlenderte, erblickte ich die Bude eines öffentlichen Schreibers. Mir leuchtete

ein Hoffnungsſtratl. Vielleicht konnte er mich anſtellen.

Der Nujahrstag war nahe. Um tieſe Zeit haben die armen L.ute, die nicht ſchreiben lönnen, gewöhnlich einen Wunſch fur ihre entfernten Verwandten oder Freunde auf dem Her⸗ zen. Furchtſam trat ich zu dem öffentlichen Schreiber ein. Kaum hatte er mein Geſuch vernommen, mein Dienſtaner⸗ bieten gehört, als er ſchnell die Thuͤre verſchloß und in mir vielleicht einen kunftigen Concurrenten vermuthele.