ſtreitig die Folge der Gewohnheit, ſo viel haͤßliches Elend zu ſehen, ſchien dieſer Mann doch von meiner Lage geruͤhrt. Er wollte mir nach ſeiner Art nutzlich ſein, und begann alſo nach kurzem Schweigen wieder:
„Warten Sie doch, Sie ſcheinen mir ein gutes Kind
und ein ehrlicher Burſche zu ſein, wir wollen Ihre Angele⸗
genheiten berathen. ... Laſſen Sie hoͤren, was haben Sie noch im Ganzen . an baarem Gelde?“
„Sechszehn Sous, dieſes Packet, in welchem drei Hemden, zwei Schnupftuͤcher und eine Arbeitsweſte“
„Weiter nichts?“
„Weiter nichts.“
„Wenn Ihre Hemden und Schnupftuͤcher etwas tau⸗ gen, will ich ſie gegen ein Paar Schuhe und eine griechiſche Muͤtze, die man noch aufſetzen kann, vertauſchen. Da ha⸗ ven Sie Kopf⸗ und Fußbekleidung. Ihre Beinkleider lau⸗ fen noch mit. Sie ziehen Ihre Weſte unter die Jacke, und frieren ſo nicht ſo ſehr. Gekleidet ſind Sie alſo auch⸗ Jetzt, was Ihren Lebensunterhalt in den Häfen oder an den Theaterthuͤren betrifft. .. meinetwegen. ſo tuͤchtig Sie auch ſein mögen, ich gebe Ihnen nicht 14 Tage, um ein Schuft zu werden, wie die Andern .. nehmen Sie das nicht ubel... aber das iſt noch das Beſte was geſchehen kann. Das Schlechtere aber iſt, daß Sie auch einen bis zwei Tage lang nicht einen Sou zu verdienen finden da dreht Sie denn am dritten der Hunger zuſammen. Das iſt nichts fur Sie. Was Sie anfangen muͤſſen, das will ich


