Teil eines Werkes 
5. Band (1847)
Entstehung
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Nachdem der Unbekannte dieſen Namen geſchrieben, betrachtete er ihn einige Augenblicke mit einer Art dumpfer Zufriedenheit, waͤhrend die Schwankungen ſeines ſchweren Kopfes immer ſtaͤrker und häufiger wurden. Darauf ließ er eine Art von Kehlenlachen vernehmen, ſtieß einige un⸗ verſtaͤndliche Worte heraus, kreuzte die Arme uͤber dem Tiſche, ließ ſchwerfällig die Stirn darauf fallen und ſchlief ein, oder verſank vielmehr in die apathiſche Schlaͤfrigkeit der Betrunkenheit.

Etwas uͤber der Stelle, wo dieſer Mann auf dem Tiſche lag, erblickten meine Augen noch immer den Namen RE6INA. Ich ſtand alſo leis auf, um ihn mit frommer Ehrfurcht in den letzten, ihn entweihenden Zugen zu ver⸗ löſchen.

Eben war ich auf meinen vorigen Platz zuruckgekehrt, als die Thuͤr der Schaͤnke allermals aufging. Ich konnte

einen Ausruf unwillkuͤrlichen Schreckens nicht zuruͤckhalten.

Auf der äußern Finſterniß ſah ich die furchtbare Ge⸗ ſtalt des Kruͤppels ſich abzeichnen. Seit den 8 Jahren, wo

ich ihn nicht geſehen, ſchienen ſeine Zuͤge noch dunkelfaͤrbi⸗ ger als damals, und obgleich er noch kräftig und entſchloſ⸗ ſen zu ſein ſchien, waren doch ſeine Haare faſt weiß gewor⸗ den. Seine Kleidung zeigte nicht Armuth an. Er blieb auf der Schwelle der offnen Thuͤr ſtehen, als ob er ſich fürchte, in die Stube einzutreten, denn er ſchien unruhig und aufgeregt zu ſein. Mit dem Kopfe durch die halbgeoff⸗ nete Thuͤr ſchauend, ſagte er mit heiſerer Stimme, welche