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durch Anmuth und Geſprächigkeit völlig liebenswurdig. Gleich darauf verſteinte ſie ſich aber von Neuem.
Der Aufwaͤrter des Weinhaͤndlers trat nun zu dem neuen Ankömmlinge, und ſagte, ohne Umſtaͤnde zu zu ihm:
„Was begehren Sie, mein Lieber?“
„Eine Flaſche Branntwein,“ antwortete mein Nachbar langſam, und der faſt rauhe Ton ſeiner Stimme kam mir ganz anders vor, als vorher, wo er mit mir geredet hatte.
„Ein Gläschen wollen Sie?“ fragte der Burſche.
„Ich verlange eine Flaſche Branntwein, und ich be⸗ zahle ſie,“ antwortete mein Nachbar, immer noch uner⸗ ſchutterlich. Dann ſuchte er in ſeiner Gilettaſche und zog einige Goldſtuͤcke heraus, nahm eins zwiſchen Daumen und Zeigefinger, und warf es auf die Wachsleinwand des Tiſches.
Betroffen betrachtete der Aufwärter dieſen Mann; dann nahm er das Goldſtuͤck und unterſuchte es mit Stau⸗ nen und einem Anfluge von Mißtrauen, das ihm ohnſtrei⸗ tig das ärmliche Aeußere des Gaſtes einflößte.
„Geh ans Comptoir und laß es klingen,“ ſagte mein Nachbar, immer noch regungslos, und ohne im Mindeſten von dem beleidigenden Verdachte des Burſchen verletzt zu ſein.
Dieſer, nicht ſehr an Zartheit gewöhnt, ging denn auch ans Comptoir, der Wirth warf mehre Male das Gold⸗ ſtuck aufs Brett, und der — brachte es dann mit den Worten wieder:


