deſſen maſſives Piedeſtal aber in dichter Finſterniß ver⸗ ſchwand.
Bei der Schnelligkeit meines Laufes langte ich trotz der Steilheit des Huͤgels in einigen Minuten am Fuße des Kreuzes an.
Meine Gefaͤhrten waren nicht dort.
Vergebens blickte ich in die Weite, denn der hohe Standpunkt, auf welchem ich mich befand, beherrſchte die beiden entgegengeſetzten Aufſteigungen der Straße. Ich er⸗ blickte Niemand. Mit gebrochenem Herzen rief ich, ſchrie ich.
Keine Stimme antwortete meinem Rufen, meinem Schreien.
Nun warf ich mich, von Muͤdigkeit erſchoͤpft, athemlos und verzweifelnd am Fuße des Kreuzes nieder und zerfloß in Thränen . . . tauſendfachen Tod durch dieſes abſcheuliche Verlaſſen meiner Gefährten leidend. Plötzlich fuhlte ich, daß meine Haͤnde, welche den Boden beruͤhrten, ganz naß waren. Ich blickte neben mich und gewahrte eine Art brei⸗ ten, ſchwaͤrzlichen Tumpels, in deſſen Mitte ich ein ziemlich großes Stuͤck weißlichen Stoffes bemerkte. Dies ergriff ich, und drei Fuͤnffrankenſtuͤcke, die es enthielt, glänzten im Mondenſchein.
Aber wie groß war mein Schrecken, als ich in dem Stuͤck Stoffes den ſchlechten kleinen Shawl erkannte, wel⸗ chen Basquine an dieſem Tage trug! .. Dieſer kleine Shawl war blutig .. denn die ſchwärzliche Feuchtigkeit, welche meine Hände genäͤßt hatte, war ein Tümpel Blutes!


