Teil eines Werkes 
3. Band (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— —

Eben ſowohl aus Beſcheidenheit als aus Furcht, durch meine ploͤtzliche und unwillkuͤrliche Traurigkeit, dieſe erſte Unterredung zu ſtören, entfernte ich mich, nachdem ich zu Basquinen geſagt hatte:

„Da iſt mein lieber Bruder, von dem ich Dir ſo viel erzaͤhlt habe.“

„Ach! ja!“ ſagte Basquine naiv, „auch liebe ich ihn ſchon recht ſehr.“

Ohngefähr eine Stunde nachher, als ich unerwartet Mutter Major und Poireau, die wir fuͤr den ganzen Tag abweſend glaubten, welche aber das ſchlechte Wetter nach Hauſe trieb, zurückkommen ſch, trat ich eiligſt wieder in die Kammer ein, worin ich Basquine und Bamboche ge⸗ laſſen hatte. Ich wollte ſie von der Ankunft unſter Ge⸗ bieter in Kenntniß ſetzen, denn wir hatten es unter uns verabredet, daß er und ſie ſich ſo lange als moͤglich fuͤr krank ausgeben ſollten, um den Augenblick des Wiederanfangs unſrer Uebungen zu verſchieben.

Ich trat alſo ein.

Basquine ſaß auf ihrem Bette, und ſpielte unbefangen mit Bamboche's ſchwarzen Haaren, die während ſeiner

Krankheit ſehr gewachſen waren. Er ſaß zu Basquinens Füßen, das Kinn in beide Haͤnde geſtuͤtzt, und betrachtete ſie ſchweigend mit unbeſchreiblicher Zaͤrtlichkeit, in welcher

eine Schuͤchternheit zugleich lag, die mir auffiel.