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daß Du von hier Dich haͤtteſt retten können, wo man Dich mitleidslos quälte, aber daß Du geblieben waͤrſt, um ſie zu erwarten, denn ſeit Du ſie bei ihrem Vater geſehen,
träumteſt und dächteſt Du nur an ſie... Da ſie Dich aber liebt, ſo wirſt Du wohl nicht noͤthig haben, ſie zu ſchlagen, nicht wahr?“
Bei dieſen Worten veraͤnderten die ſo beweglichen Zuge Bamboche's nochmals ihren Ausdruck. Es war nicht mehr Dankbarkeit, war nicht mehr Mißtrauen, nicht mehr ge⸗ haͤſſige Verzweiflung, was ich darin las, ſondern eine Ver⸗ legenheit, eine ſchmerzliche Beſchaͤmung, daß er mich ſo grauſam verkannt habe, ein Gemiſch von bittender Zaͤrtlich⸗ keit und Unwillen gegen ſich ſelbſt. Dieſer ſo unbezaͤhm⸗ bare Knabe faltete die Haͤnde, fiel auf ſeinem Lager muͤh⸗ ſam auf die Kniee, ſo ſchwach war er noch, und ſagte mit flehender Stimme zu mir:
„Martin — mein Bruder . Verzeihung .. . habe Mitleid mit mir!“
„Still doch. . ſchweige... Du chuſt mir weh,“ ſagte ich, mein Geſicht abwendend, ſo ſehr verriethen Bamboche's Zuͤge wahrhaftes Leiden. „Es verlohnt ſich wohl der Muͤhe, glucklich zu ſein, wenn man Andere ſo qualt,“ ſetzte ich, meine Augen trocknend, hinzu.
„Martin... Du mußt mir verzeihen,“ wiederholte Bamboche mit fieberiſcher Angſt; „Du mußt es.“
„Brauche ich Dir denn zu verzeihen?“ rief ich, und warf mich in ſeine Arme, „iſt Dir denn nicht Alles ver⸗


