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„Mir iſt erſt der Kopf ein wenig eingenommen. Bei mir kommt die Wirkung ſpäter als bei dir.“
„Das kommt daher, — — weil ich immer — — ſo früh⸗ reif geweſen bin. — — Erinnere dich — — in der Schule der Schweſtern — — hieß es immer, — — ich wäre weiter — — als die Andern. — — Das iſt jetzt wieder — — der Fall.“
„Aber ich hoffe Dich bald einzuholen,“ ſagte Cephiſe, die, obwohl von Kummer und Elend geſchwächt, doch von Natur kräftiger als die ſchwächliche Mayeux, weniger ſchnell als dieſe die Wirkung des erſtickenden Dampfes fühlen mußte. Nach einer Pauſe legte ſie die Hand auf die Stirn ihrer Schweſter, deren Kopf auf ihren Knien ruhte und ſagte: „Du ſprichſt ja nicht mehr. Nicht wahr du fühlſt Schmerzen?“
„Nein,“ antwortete die Buckelige mit ſchwacher Stimme.
„Meine Augenlieder ſind ſchwer wie Blei. — — Ich erſtarre. — — Ich merke — — daß ich langſamer ſpreche; — — aber ich empfinde — — noch keinen heftigen Schmerz. — — Und du?“
„Eben habe ich einen Schwindel gefühlt. Jetzt klopft es mir heftig in den Schläfen.“
„Wie vorhin mir. — — Man ſollte glauben — — das Sterben — — wäre ſchwerer — — und ſchmerzhafter. — — — — Glaubſt du — — Agricola wird mich bedauern —
und lange an mich denken?“
„Kannſt du das fragen?“ erwiderte Cephiſe im Ton des Vorwurfs.
„Du haſt Recht,“ ſagte die Mayeur ſanft. „In dieſem Zweifel liegt etwas bösartiges. — — — Aber wenn du wüßteſt?“
„Was?“
Nach einigem Zögern antwortete die Mayeur: „Nichts .. . Glücklicher Weiſe ſterbe ich in der feſten Ueberzeugung, daß er nie meiner bedürfen wird. . . . Er iſt mit einer hübſchen jungen Frau verheirathet . Sie lieben einander . . . . Ich bin überzeugt, ſie wird ihn glücklich machen.“
Bei den letzten Worten war ihre Stimme immer ſchwächer geworden. Plötzlich fuhr ſie zuſammen und ſagte mit zittern⸗ der, faſt ängſtlicher Stimme: „Schließe mich — — feſt —
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