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Kräften an. Ihr Blaſen und dann und wann das Kniſtern der angehenden Kohlen waren die einzigen Laute, welche die Stille unterbrachen. Als Cephiſe die Kohlen völlig in Brand ſah, ſtand ſie auf, ging, ſich ſchon ein wenig betäubt füh⸗ lend, zu ihrer Schweſter und ſagte: „Es iſt gethan.“
Die Mayeur kniete auf den Strohſack und fragte: „Cephiſe, wie ſollen wir uns anſtellen? Ich möchte bis zum letzten Augenblick ganz nahe bei dir ſein.“
„Gib Acht,“ antwortete Cephiſe. „Ich ſetze mich hier auf das Kopfende des Strohſacks, mit dem Rücken wider die Wand. So. Jetzt leg du dich dahin. — — Gut. — — Stütze deinen Kopf auf meine Knie — — und gib mir deine Hand. Sitzeſt du ſo gut?“
„Ja, aber ich kann dich nicht ſehen.“
„Eben das iſt gut. Ich glaube, einen Augenblick leidet man große Schmerzen. Da iſt es beſſer, wir ſehen uns nicht einander leiden.“
„Du haſt Recht, Cephiſe.“
„Laß mich noch einmal Dein ſchönes Haar küſſen,“ ſagte Cephiſe, den ſeidenweichen Haarwuchs der Mayeur an ihre Lippen drückend. Und nun wollen wir uns ruhig verhalten.“
„Erſt noch einmal deine Hand — zum letzten Mal, und dann wollen wir uns nicht mehr rühren. Ich glaube, wir werden nicht lange zu warten brauchen, denn ich fühle mich ſchon etwas betäubt. Und du?“
„Vorhin beim Anblaſen ein wenig, jetzt aber nicht. Jetzt ſpür' ich blos den Kohlengeruch.“
Nach einem Augenblick des Schweigens fragte die Mayeur: „Auf welchen Kirchhof meinſt du werden wir gebracht werden?“
„Wie kann ich das wiſſen? Und warum fragſt Du das?“
„Weil ich den Pére Lachaiſe vorziehen würde. Ich bin ein Mal dort geweſen mit Agricola und ſeiner Mutter. — — Ein herrlicher Anblick! Ueberall Bäume — — — Blumen — — — Marmor. — — — Die Todten wohnen — — beſſer, — — als die — — Lebendigen — — und — —“ Was iſt dir?“ fragte Cephiſe, als ihre Schweſter ſtockte.
„Ich habe — — wie Schwindel. — — Es ſummt mir — — in den Schläfen. — — Wie iſt dir's?“


