Teil eines Werkes 
8. Band (1844)
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nen als Lohn bewilligten Spottgeld zu leben, gezwungen ſind, zwiſchen drei Abgründen von Noth und Schande zu wählen: zwiſchen einem Leben entkräftender Arbeit und mörderiſcher Entbehrungen, die einen vorzeitigen Tod herbeiführen, — zwi⸗ ſchen der Proſtitution, welche gleichfalls, aber langſam tödtet durch Verachtung, Mißhandlung und ſcheußliche Krankheiten — und zwiſchen dem Selbſtmord, der ſchnell tödtet.

Cephiſe und die Mayeur ſtellen die zwei Abtheilungen der weiblichen arbeitenden Klaſſe vor.

Gleich der Mayeur ſind die Einen ordentlich, fleißig, un⸗ ermüdlich, kämpfen mit Kraft und Beharrlichkeit wider die Verſuchungen, wider die Ermattung, in Folge einer, ihre Kräfte überſteigenden Anſtrengung und wider ein entſetzliches Elend. Demüthig, ſanft und ergeben gehen die guten Ge⸗ ſchöpfe mit, ſo lange ſie gehen können, obwohl ſchwächlich und gebrechlich und ſchmerzenreich. Faſt immer haben ſie Hunger und Froſt, faſt nie Ruhe, Luft und Sonne. Sie gehen wacker mit bis zum Ende, bis ſie durch übertriebene Arbeit und töptliche Armuth alle Kraft verloren haben. Dann ſterben die meiſten unter Schmerzen im Spital an der Aus⸗ zehrung und verſorgen mit ihren Leichen die Anatomie, im Tod wie im Leben benutzt für die Lebenden Arme Weiber! Heilige Märtyrer! Die weniger Geduldigen zünden einige Kohlen an und gehen, müde, wie die Mayeur ſagt, herzlich müde dieſes ſchalen, düſtern, freudeloſen Lebens ohne Erin⸗ nerung und Hoffnung, endlich zur Ruhe und verſinken in den ewigen Schlaf, ohne einer Welt zu fluchen, die ihnen nur die Wahl des Selbſtmordes läßt — die Wahl des Selbſt⸗ mordes; denn abgeſehen von Beſchäftigungen, deren Ungeſund⸗ heit die arbeitende Klaſſe zehntet, führt das Elend, nach Ablauf einer gewiſſen Zeit, den Tod herbei, wie das Erſticken es thut.

Andere Weiber, gleich Cephiſen, voll Lebenskraft und Feuer, mit heißem Blut und heftigen Begierden können ſich nicht darein finden, von einem Lohn zu leben, der ihnen nicht einmal verſtattet, ſich ſatt zu eſſen, geſchweige ſich eine, wenn auch noch ſo beſcheidene Erholung zu gönnen, oder ſich reinliche Kleider anzuſchaffen — zwei Bedürfniſſe, welche für die meiſten eben ſo dringend ſind, wie das liebe Brod. Nun erſcheint ein Liebhaber. Er ſpricht von Feſten, Bällen,