Teil eines Werkes 
8. Band (1844)
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„Du haſt Recht. Und ich ſehe, dieſe Thür ſchließt nicht gut.“

„Und das Dach. Sieh einmal dieſe Ritzen.“

„Was iſt da zu machen?“

Die Mayeur beſann ſich und ſagte: „Ei, wir können ſie ja mit dem Stroh aus unſerem Strohſack verſtopfen.“

„Richtig,“ ſagte Cephiſe. „Etwas behalten wir zurück, um unſer Feuer anzumachen und aus dem Uebrigen drehen wir Wiſche für die Löcher im Dach und Seilchen für die Thür- und Fenſterritzen“ Und lächelnd fügte ſie hinzu: „Da, ſieh einmal an, wie verzärtelt wir ſind! Strohſeilchen an Fenſter und Thür, um die Luft abzuhalten!“

„Jetzt dürfen wir es uns wohl ein bischen bequem machen,“ erwiderte die Mayeur, indem ſie gleich ihrer Schweſter zu ſcherzen ſuchte.

Mit der größten Kaltblütigkeit begannen nun beide Schwe⸗ ſtern, Strohhalmen zu dünnen Seilchen zu drehen, um die Ritzen zwiſchen Thür und Fußboden auszufüllen, und dann aus dem übrigen Stroh dicke Wiſche zur Verſtopfung der Dachritzen zu machen. So lange dies unheimliche Geſchäft dauerte, verleugnete ſich die düſtere Ergebung dieſer beiden Unglücklichen nicht.

Siebzehntes Kapitel. Selbſtmord.

Cephiſe und die Mayeur ſetzten ruhig die Vorbereitungen zu ihrem Tode fort. Wie viele arme Mädchen ſind gleich dieſen beiden Schwe⸗ ſtern getrieben worden und werden noch getrieben werden, im Selbſtmord Rettung vor Verzweiflung — vor Schande oder vor allzugroßem Elend zu ſuchen! Es iſt ſo, und auf der Geſellſchaft laſtet die ſchwere Verantwortlichkeit für ſolche Todesfälle aus Verzweiflung, ſo lange Tauſende von menſch⸗

lichen Geſchöpfen, ſchlechterdings außer Stand, von dem ih⸗

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