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dieſe Worte. Einer ſagte: „Unterdeſſen entwiſcht uns der Spitzbub!“ — „Und prellt uns,“ fügte die Lange Zwiebel hinzu.
„Man meint, hier wären Haſen, die ſich vor Glöcknern fürchten,“ ſagte der Steinbrecher.
„Nein! nein!“ rief der Haufe. Wir fürchten uns vor Niemand.“
„Vorwärts!“
„Ja! ja! vorwärts! hallte es nach.
Die einen Augenblick geſtillte Wuth entflammte ſich von neuem. Die Eingedrungenen, deren Augen ſich mittlerweile an das Halbdunkel gewöhnt hatten, gewahrten beim blaſſen Schein einer ſilbernen Lampe die ehrfurchtgebietende Geſtalt Gabriels vor dem Gitter des Chors. „Hier in einem Win⸗ kel iſt der Spitzbub verſteckt!“ rief der Steinbrecher. „Wir müſſen den Pfarrer zwingen, uns den Vergifter heraus⸗ zugeben.“
„Er haftet für ihn!“
„Er hat ihn in die Kirche ſchlüpfen laſſen.“
„Er muß für alle beide herhalten, wenn wir den andern nicht finden!“
Je mehr ſich der erſte Eindruck unwillkürlicher Ehrfurcht in dem Haufen verwiſchte, deſto lauter wurden die Stimmen, deſto wilder und drohender wurden die Geſichter. Jeder ſchämte ſich, daß er einen Augenblick ſchwach geweſen war und ge⸗ ſchwankt hatte.
„Ja, ja! riefen mehre vor Zorn zitternde Stimmen.“ Das Leben des Einen oder des Andern!“
„Oder beider!“
„Warum will uns der Pfaff hindern, unſern Vergifter zu pfeffern?“
„Schlagt ihn todt!“
Bei dieſem Ausbruch wilden Geſchreis, welches grauſig von den hohen Gewölben des Doms widerhallte, ſtürzte die raſende Menge nach dem Chorgitter, vor deſſen Thür Gabriel ſtand. Der junge Miſſionär, welcher, von den Wilden des Felſengebirges ans Kreuz geſchlagen, noch zum Herrn um Vergebung für ſeine Henker gebetet, hatte zu viel Muth und chriſtliche Liebe, um nicht tauſendmal ſein Leben zu wagen
vI. *


