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„Hinein, wie in den Biſchofshof!“
„Wie in St. German von Auxerre!“
„Was machen wir uns aus einer Kirche!“
„Wenn die Pfaffen die Vergifter vertheidigen, dann ins Waſſer mit ihnen!“
„Ja, ja!“
„Und ich will euch den Weg weiſen!“ rief der Steinbre⸗ cher. Und mit der Langen Zwiebel und einer Anzahl ent⸗ ſchloſſener Menſchen hinter ſich, ſetzte er ſich gegen Gabriel in Bewegung. ⸗
Der Miſſionär, welcher ſeit einigen Augenblicken den Zorn der Menge wieder auflodern ſah, ſprang in die Kirche zu⸗ rück, warf die Thür zu und ſperrte ſie ſo gut wie möglich mit einer Stange, die er mit dem einen Ende auf die Plat⸗ ten des Fußbodens, und mit dem andern unter ein Querſtück der Thür ſtemmte. Dabei rief er dem Abbé zu: „Fliehen Sie, ehrwürdiger Vater, — durch die Sacriſtei! die andern Ausgänge ſind verſchloſſen!“
Der Jeſuit, mit Beulen bedeckt, von kaltem Schweiß be⸗ netzt, war erſchöpft und halb ohnmächtig auf einen Stuhl niedergeſunken. Er hatte ſich für gerettet gehalten. Auf den Zuruf Gabriels raffte er ſich wieder auf und ſuchte, ſo ſchnell er konnte, mit wankenden Schritten den Chor zu erreichen, der durch ein Gitter von der übrigen Kirche getrennt war.
„Geſchwind, ehrwürdiger Vater!“ rief Gabriel, der mit Anſtrengung aller Kräfte die Thür zuzuhalten ſuchte. „Eilen
Sie! — — In einigen Minuten — — iſt es zu ſpät!“ Und in Verzweiflung ſagte er für ſich: Gott! ſo allein zu ſein, — — um den Andrang dieſer Wahnſinnigen abzu⸗ wehren!“
Er war allein, denn auf den erſten Lärm hatten vier Sa⸗ eriſtane und andere Kirchendiener, eingedenk der Verwüſtung des Biſchofshofs und der Kirche zu St. German von Auxerre ſofort die Flucht ergriffen, theils auf die Orgel, theils durch die Sacriſtei, deren Thüren ſie verſchloſſen, ſomit den beiden Geiſtlichen jede Rettung abſchneidend.
Aigrigny, durch ſeine Schmerzen niedergedrückt, hielt ſich an den Stühlen, an welchen er vorbei kam. Aber verge⸗ bens bemühte er ſich, das Gitter des Thors zu erreichen.
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