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„Da ſeht!“ ſchrie die Menge Es iſt Gift. Er wills nicht trinken.“
Von allen Seiten gedrängt, ſtrauchelte Aigrigny über den Körper Goliaths. Er befand ſich in einer ſchrecklichen Lage, denn ſeine Flaſche enthielt zwar nicht Gift, aber ein ſtarkes Salz, welches, obwohl gerade beſtimmt, durch Riechen daran vor der Krankheit zu bewahren, zu trinken eben ſo gefährlich war wie Gift. „Liebe Freunde,“ rief er, „ihr ſeid im Irr⸗ thum. Im Namen des Herrn ſchwör' ich euch — —
„Wenn es kein Gift iſt, ſo ſauf's!“ unterbrach der Stein⸗ brecher, ihm abermals die Flaſche hinreichend. „Säufſt dus nicht, ſo biſt du des Todes, wie dein Kamerad, denn du ver⸗ gifteſt die Leute wie er.“
„Ja! todt! todt!“ ſchrie die Menge.
Das Entſetzen ſträubte dem Marquis die Haare empor. „Unglückſelige!“ rief er, „wollt ihr mich denn umbringen?“
„Und die Leute, die du und dein Geſell vergiftet habt?“
„Es iſt nicht wahr! — — “
„So ſauf'“ wiederholte der unbeugſame Steinbrecher. „Zum letzten Mal: entſchließ dich!“
„Trinken? — — das? — — das iſt tödlich!“ rief Agrigny.
„Da ſeht den Spitzbuben!“ ſchrie die Menge, ſich dichter zuſummendrängend. „Er geſteht! — — Er geſteht! — — Er hat ſich verrathen! — — Er hat geſagt, das wäre tödt⸗ lich zu trinken!“
„So hört mich doch an!“ flehte der Abbé. „Dieſe Flaſche eth
Wüthendes Geſchrei unterbrach ihn. „Lange Zwiebel!“ rief der Steinbrecher, dem Rieſen einen Stoß mit dem Fuß gebend, „mache den da fertig, ich will den hier anfangen.“ Und er packte den Abbé an der Kehle.
Es bildeten ſich zwei Gruppen. Die eine, angeführt von der Langen Zwiebel, gab dem Rieſen den Reſt mit Fuß⸗ tritten, Steinen und Holzſchuhen, ſo daß ſein Köper bald nur noch ein zuſammengekneteter Klumpen von Koth und zerquetſchtem Fleiſch war. Die Here gab ihren Tartan her. Dieſer ward an einen ſeiner Füße geknüpft, und ſo ſchleiften die Raſenden den Leichnam nach dem Geländer des Kais. Dert warfen ſie ihn unter wildem Jubel in den Fluß.


