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phiſe?“ — „Ja ich,“ entgegnete ſie mit tiefer Rührung. „Ich komme Dir zu ſagen. — —“ Sie konnte nicht fort⸗ fahren. Sie rang die Hände, und auf ihrem bleichen, be⸗ trübten und von Thränen überſtrömten Geſicht konnte man das verzweifelte Erſtaunen leſen, welches die todverkündende Entſtellung der Züge Jakobs ihr verurſachte.
Er begriff den Grund dieſer Ueberraſchung. Seinerſeits das abgemagerte Geſicht Cephiſens betrachtend, ſagte er: „Armes Mädchen! Du haſt alſo auch viel Kummer — — viel Elend ausgeſtanden? — Ich erkenne Dich kaum — — wieder.“
„Ja,“ antwortete Cephiſe, „viel Kummer und Elend — —. Und Schlimmeres, als Elend!“ fügte ſie bebend und errö⸗ thend hinzu.
„Schlimmeres, als Elend?“ fragte Jakob erſtaunt.
„Aber Du — — Du haſt gelitten!“ fuhr Cephiſe haſtig fort, ohne ihrem Geliebten zu antworten.
„Ich — — ich war eben auf dem Weg zum Ende. — — Du haſt mir zugerufen — — und ich bin noch einmal für einen Augenblick umgekehrt. — — Das hier — —“ (er deutete auf ſeine Bruſt) „was ich hier fühle, das gibt keine Gnade. Aber — — es iſt einerlei. — — Jetzt hab' ich Dich geſehen — — und ich ſterbe zufrieden.“
„Du ſollſt nicht ſterben, Jakob! — — Ich bin da.“
„Höre mich an — — Mädchen. Wenn ich hier — — im Magen — — einen Scheffel glühende Kohlen hätte — — könnt' es nicht ärger brennen. — — Seit länger als einem Monat — — brate ich an einem langſamen Feuer. — — Der Herr da — —“ (er deutete mit einer Bewegung des Kopfs auf Morok),“ dieſer werthe Freund hat ſich ſtets die Mühe genommen, das Feuer anzuſchüren. — — Am Ende liegt mir aber nichts am Leben. Ich habe die Gewohnheit zu arbeiten abgelegt und die — — des Saufens angenvm⸗ men. Ich würde am Ende ein ſchlechter Kerl werden, und da will ich doch lieber meinem Freunde den Spaß laſſen, mir ein Feuer in der Bruſt anzuzünden. — — Seitdem ich vorhin getrunken habe, bin ich gewiß, es flammt in mir, wie
der Punſch da.“
„Du biſt ein Narr, ein undankbarer Geſell“ ſagte Morok


