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den Tiſch. Jakob konnte beim Niederſetzen des ſeinigen ein leichtes krampfhaftes Zittern, als Aeußerung eines innerli⸗ chen Schmerzes nicht unterdrücken.
„Brav getrunken!“ rief Nini Moulin. „In einem Zug einen halben Schoppen Brandwein hinunterſtürzen, das geht ins Große. Niemand hier könnte euch das Kunſtſtück nach⸗ machen. Folgt mir, wackere Kämpen, und bleibt dabei ſtehen.“
„Commandire!“ entgegnete unerſchrocken Jakob und er⸗ griff mit ſeiner fieberhaft zitternden Hand die Flaſche. Aber anſtatt ſich einzuſchenken, ſagte er plötzlich zu Morok: „Kein Glas mehr! Aus der Flaſche! Das iſt flotter. Haſt du das Herz?
Statt aller Antwort ſetzte Morok achſelzuckend die Flaſche an die Lippen. Jakob beeilte ſich, es ihm nachzuthun. Das gelbe, dünne, durchſichtige Glas der Flaſchen verſtattete, die allmählige Abnahme der Flüſſigkeit in ihnen zu beobachten. Das verſteinerte Geſicht Moroks und das blaſſe magere Ge⸗ ſicht Jakobs, letzteres bereits von dicken Tropfen kalten Schweißes benetzt, waren wie die Geſichter der andern Gäſte von der bläulichen Flamme ded Punſches beleuchtet. Auf Mo⸗ rok und Jakob waren alle Augen geheftet mit der unmenſch⸗ lichen Neugier, welche man bei gräßlichen Schauſpielen un⸗ willkürlich empfindet.
Ligganznackt trank, indem er die Flaſche mit der linken Hand hielt. Plötzlich ſchloß er krampfhaft die Finger der rechten Hand. Seine Haare klebten auf ſeiner eiskalten Stirn. Einen Augenblick verrieth ſeine Miene einen ſtechen⸗ den Schmerz. Indeß trank er fort. Ohne die Flaſche ab⸗ zuſetzen, ſenkte er ſie doch einmal um Athem zu holen. In dieſem Augenblick begegnete er dem ſpöttiſchen Blick Moroks, welcher mit ſeiner gewöhnlichen Ruhe forttrank. Er glaubte darin den Ausdruck des Hohns zu leſen, hob raſch den El⸗ lenbogen in die Höhe und trank gierig noch einige Züge.
Jetzt waren ſeine Kräfte erſchöpft. Ein unauslöſchliches Feuer verzehrte ſeine Bruſt. Der Schmerz war zu gräßlich. Er konnte ihn nicht überwinden. Sein Kopf fiel zurück. Ein
ſeine Kinnladen zuſammen, ſo daß der Hals der
Krampf zog ſ Flaſche zwiſchen ſeinen Zähnen zerbrach. Sein Nacken ward


