Teil eines Werkes 
8. Band (1844)
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Brandwein? und der Punſch? Ins Dreiteufels Namen! kommt es den Todten zu, die Lebenden zittern zu machen?“

„Er hat Recht,“ riefen mehre Gäſte, welche das Bedürf⸗ niß fühlten, ſich Muth einzuſprechen. „Weg mit dem Trüb⸗ ſinn! her mit dem Punſch K4

„Punſch vor!“

„Hohn dem Harm!“

„Hoch lebe die Luſt!“

Ein Kellner öffnete die Thür und rief. „Meine Herren, da iſt der Punſch.“

Beim Anblick des flammenden Gebräus, welches den ge⸗ ſunkenen Muth wieder aufrichten ſollte, ließ wahnſinniges Bravo ſich vernehmen.

Die Sonne war eben untergegangen. Der Saal für hundert Gedecke, wo das Mahl ſtattfand, war tief; die wenigen Fenſter waren ſchmal und halb durch Vorhänge von rothem Baum⸗ wollenzeug verdeckt. Obwohl es noch nicht Nacht war, ſo lag doch der hintere Theil dieſes großen Saals bereits im Dunkeln Zwei Kellner trugen den Monſterpunſch an einer Eiſenſtange herein, die ſie durch das Henkel eines mächtig großen Gefäſſes von goldglänzendem Kupfer gezogen hatten. Eine Krone von Flammen in wechſelnden Farben brannte über dem Rand. Das brennende Getränk ward u Tafel geſetzt zur großen Freude der Gäſte, welche begannen hren Schrecken zu vergeſſen.

„Jetzt,“ rief Liegganznackt in herausforderndem Ton dem Thierbändiger zu, „während der Punſch abbrennt, ſoll unſere Paukerei losgehen. „Er zeigte ſeinem Gegner die zwei von dem Kellner gebrachten Flaſchen Brandwein und fuhr fort: „Wähle die Waffen!“ .

„Wähle du ſelbſt,“ entgegnete Morok.

„Gut! Hier iſt dein Fläſchchen und dein Glas. Nini Moulin ſoll Unparteiiſcher ſein.“

„Ich ſchlage das Amt des Kampfrichters nicht aus,“ er⸗ klärte der religiöſe Schriftſteller. „Nur muß ich Euch auf⸗ merkſam machen, daß Ihr hoch ſpielt, Kamerad, und daß in den jetzigen Zeitläuften, wie einer dieſer Herren geſagt hat, es vielleicht gefährlicher iſt, den Hals einer Flaſche Brand⸗

wein zwiſchen die Zähne zu nehmen, als ſich den Lauf einer

geladenen Piſtole dazwiſchen zu appliciren und — —“

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