Teil eines Werkes 
8. Band (1844)
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† Bei dieſem Zuſammenſtoß fuhr der Deckel des Pulverwa⸗ gens völlig auf und einer der Särge fiel wider den Schlag der Berline, den er beſchädigte, und aufs Pflaſter. Die leicht zuſammengenagelten Tannenbretter gingen auseinander, und auf das Pflaſter rollte ein bläulicher Leichnam halb in ein Leichentuch eingewickelt. Frau von Mérinval hatte unwill⸗ kürlich den Kopf zum Schlag herausgeſtreckt. Bei dieſem Anblick ſtieß ſie einen lauten Schrei aus und ward ohn⸗ mächtig. . Die Menge wich entſetzt zurück. Die Poſtknechte, gleich⸗ falls erſchreckt, benutzten den, durch den Pulverwagen vor ihnen gemachten Raum und trieben ihre Pferde im Trab nach dem Kai. In dem Augenblick, wo die Berline hinter den Gebäuden des Hötel Dieu verſchwand, ließen ſich aus der Ferne die Klänge einer luſtigen Muſik vernehmen. Die Klänge kamen näher, und mit ihnen vermiſchte ſich der wiederholte Ruf: Der Mummenſchanz der Cholera! Dieſe Worte kün⸗ digten eine der halb poſſenhaften, halb ſchrecklichen Epiſoden an, welche die Zeit der zunehmenden Cholera auszeichneten. Stimmten nicht die Ausſagen des noch lebenden Augenzeugen mit den Zeitungsberichten überein, ſo müßte man glauben, in dieſen die Erdichtung eines wahnwitzigen Gehirns, ſtatt einer wahren Thatſache zu leſen. 8

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