Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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„Herr. .. Franz Hardy?“ wiederholte Rodin, als wollte er völlige Gewißheit haben, daß er die geſuchte Perſon wirk⸗ lich gefunden.

„Ich habe ſo eben die Ehre gehabt, Ihnen zu ſagen, daß ich es bin,“ erwiderte Hardy. .

„Herr Hardy, ich hätte Ihnen eine vertrauliche Mittheilung zu machen.“

„Sprechen Sie nur. Dieſer Herr hier iſt mein Freund.“

„Herr Hardy,“ ſagte Rodin, „ich wünſchte mit Ihnen allein zu ſprechen.“

Herr von Bleſſac wollte ſich entfernen. Hardy bedeutete ihm mit einem Blick, daß er vorläufig bleiben möge, bis ſich herausgeſtellt hätte, ob der Unbekannte eine milde Gabe an⸗ ſprechen wollte, ſo daß die Anweſenheit eines Dritten ihn verletzen könnte. Zu dem Ende ſagte er zu Rodin: „Er⸗ lauben Sie mir die Frage, ob Sie die Heimlichkeit dieſer Unterredung für ſich oder für mich wünſchen?“

„Lediglich für Sie,“ antwortete der Jeſuit.

„Nun dann können Sie ſprechen,“ erwiderte Hardy erſtaunt. „Für dieſen Herrn habe ich keine Geheimniſſe.“

Nach einem Augenblick des Schweigens begann Rodin: „Herr Hardy, ich weiß, Sie verdienen den Ruhm, welchen Sie genießen, und Sie ſind der Theilnahme jedes Ehrenman⸗ nes würdig.“

„Ich glaube es.“

„Als Ehrenmann will ich Ihnen einen Dienſt leiſten.“

„Und der wäre?“

„Ich will Ihnen einen ſchändlichen Verrath offenbaren, der an Ihnen verübt worden iſt.“

„Ich glaube, Sie irren ſich.“

„Ich habe die Beweiſe in Händen.“

„Die Beweiſe?“

Die ſchriftlichen Beweiſe des Verrathes, den ich enthüllen will. Hier hab' ich ſie. Mit einem Wort: ein Menſch,