Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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„Wie meinen Sie das? „Ich weiß nicht, ob ich es Ihnen mittheilen darf.“ „Bin ich ungeziemend neugierig geweſen?“

„Lieber Marecell, wie können Sie eine ſolche Frage ſtellen!“ entgegnete Hardy im Tone freundſchaftlichen Vorwurfs. „Nein. Ich erzähle Ihnen nur gern mein Glück erſt, wenn es vollſtändig iſt; und gegenwärtig fehlt noch etwas zur Ge⸗ wißheit einer lieblichen Ausſicht.“

In dieſem Augenblick trat ein Diener ein und ſagte: „Herr Hardy, ein ältlicher Mann wünſcht Sie in einer drin⸗ genden Angelegenheit zu ſprechen.“

„Schon wieder Geſchäfte!“ ſagte Hardy etwas ungedul⸗ dig. — „Sie müſſen mich entſchuldigen, Marcell.“

Der Herr von Bleſſac machte Miene, ſich in ein anſtoßen⸗ des Zimmer zurückzuziehen. „Nein,“ ſagte Hardy lächelnd, „bleiben Sie da. Ihre Anweſenheit wird die Unterredung ſchneller zu Ende bringen.“

„Aber ſie betrifft ja Geſchäfte,“ bemerkte Bleſſac.

„Sie wiſſen, meine Geſchäfte ſind keine Geheimniſſe,“ erwiderte Hardy. Und zu dem Diener ſagte er: „Laſſen Sie den Herrn hereinkommen.“

„Der Poſtknecht fragt, ob er wegfahren kann,“ ſagte der Diener.

„Nein, er ſoll warten und den Herrn von Bleſſac nach Paris zurückbringen.“

Der Diener ging hinaus. Im nächſten Augenblick kam er zurück und führte Rodin ein. Bleſſac kannte dieſen Jeſuiten nicht. Die Unterhandlung in Betreff ſeines Verraths war durch einen andern Mittelsmann geführt worden. 3 Herr Hardy?“ ſagte Rodin, ſich ehrerbietig verbeugend, mit einem fragenden Blick auf Hardy und auf Bleſſae.

„Ich bin es,“ antwortete Hardy. Und freundlich fragte er: „Was wünſchen Sie?“ Beim Anblick des alten, demü⸗ thigen, ſchlechtgekleideten Männchens war er auf ein U ſtützungsgeſuch gefaßt. .