Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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welchem zu Zeiten eine ſchwermüthige Süßigkeit liegt.

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In der That hatte er viel gelitten Er war genöthigt ge⸗ weſen, ſich in die induſtrielle Laufbahn zu werfen, um die Ehre ſeines Vaters aufrecht zu erhalten, der ein Muſter von Rechtlichkeit geweſen, deſſen Geſchäft aber durch die Begeben⸗ heiten von 1815 in's Stocken gerathen war. Durch Arbeit⸗ ſamkeit und Tüchtigkeit war es ihm gelungen, eine der ehren⸗ vollſten Stellungen in der Induſtrie einzunehmen. Aber bis er dieß Ziel erreichte, hatte er manche niedrige Quälereien zu erleiden, manche unredliche Concurrenz zu bekämpfen, manchen gehäſſigen Nebenbuhler zu ermüden.

Bei ſeiner Empfänglichkeit für jeden Eindruck würde Hardy tauſendmal dem ſchmetrzlichen Uhwillen über Niederträchtigkeit und Unredlichkeit unterlegen ſeyn ohne den verſtändigen Zu⸗ ſpruch ſeiner Mutter. Wenn er nach einem Tage peinlichen Kampfes oder widerwärtiger Täuſchungen zu ihr zurückkehrte, ſo fühlte er ſich wie in eine reine, heitere Luftregion verſetzt und vergaß faſt augenblicklich die ſchmählichen Dinge, welche ihn den Tag über verletzt hatten. Der Sturm in ſeiner Seele beruhigte ſich bei der Berührung mit dem trefflichen Gemüth ſeiner Mutter. Er vergötterte faſt dieſe Mutter. Als er ſie verlor, empfand er jenen ſtillen, tiefen Kummer, der nie endet, der gewiſſermaßen zur andern Natur wird, und in

Bald nach dieſem ſchweren Unglück näherte ſich Hardy mehr ſeinen Arbeitern. Gegen ſte war er ſtets gerecht und gütig geweſen. Obwohl die Stelle, welche ſeine Mutter in ſeinem Herzen eingenommen hatte, ewig leer bleiben mußte, ſo empfand er doch um ſo mehr das Bedürfniß, glückliche Menſchen um ſich zu ſehen, je mehr er ſelber litt. Die wun⸗ derbaren Verbeſſerungen des leiblichen und geiſtigen Zuſtan⸗ des ſeiner Umgebungen tilgten zwar nicht ſeinen Schmerz, aber ſie ließen ihn weniger fühlbar werden. Allmählig zog er ſich von der Welt zurück und lebte nur für drei Gefühle: eine zärtliche, hingebende Freundſchaft, welche der Inbegriff aller früheren Freundſchaften zu ſeyn ſchien, — eine Liebe, glühend und aufrichtig wie eine letzte Liebe — und eine väterliche Zuneigung zu ſeinen Arbeitern. Seine Tage ver⸗