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„Und darauf rechnet unſer Speculant. Ferner ſagt er ſich: In den Werkſtätten bleiben oft Schätze von Erfahrung und praktiſchen Wiſſen vergraben, weil es an Anlaß, an gutem Willen und an Aufmunterung fehlt, ſie zu heben. Treffliche Arbeiter folgen gleichgültig dem Schlendrian, anſtatt, wie ſie könnten, das Verfahren zu vervollkommen. Ein verſtändiger Menſch, der ſich ſein ganzes Leben mit einer beſondern Ar⸗ beit beſchäftigt, muß mit der Zeit tauſenderlei Mittel ſinden, ſie beſſer oder ſchneller zu verrichten. Ich will alſo einen berathenden Ausſchuß gründen und in denſelben meine Werk⸗ führer und die geſchickteſten meiner Arbeiter berufen. Aus dieſem Brennpunkt praktiſchen Wiſſens muß ſtarkes Licht aus⸗ ſtrahlen. Der Speculant verrechnet ſich nicht. Tauſenderlei Arten von neuem, ſinnreichem Verfahren, von ſogenannten Vortheilen werden durch die Arbeiter offenbart. — Warum habt ihr mir denn das nicht früher geſagt, wenn ihr es wußtet? fragt er ſie. Was mich ſeit zehn Jahren hundert Franken zu fabriciren koſtet, das hätte mich nur fünfzig ge⸗ koſtet, nicht zu gedenken der erſparten Zeit! — Meiſter, ant⸗ wortet der Geſell, welcher nicht auf den Kopf gefallen iſt, was konnte mir daran liegen, daß Sie bei dieſem oder jenem 50 Procent erſparten? Nichts. Jetzt ſteht die Sache anders. Sie geben mir einen Antheil an Ihrem Gewinn, Sie erheben mich in meinen eignen Augen, indem Sie mich um Rath fragen. Anſtatt mich als ein Weſen niederer Art zu be⸗ trachten, treten Sie in Gemeinſchaft mit mir. Es iſt mein Vortheil und meine Pflicht, Ihnen Alles zu ſagen, was ich weiß, und noch weiter zu forſchen. — Sehen Sie, Angela, auf dieſe Weiſe organiſirt der Speculant ſeine Werkſtätten, daß ſeine Nebenbuhler ihn beneiden und ſich vor ihm ſchämen müſſen. Nun denken Sie ſich an die Stelle eines herzloſen Rechners einen Menſchen, der, mit der Rechenkunſt Mitge⸗ fühl und edlen Sinn verbindend, ſeine Sorgfalt nicht bloß auf das leibliche Wohlſeyn, ſondern auch auf die ſittliche Hebung ſeiner Arbeiter erſtreckt, der durch alle möglichen Mittel ihren Verſtand zu entwickeln, ihr Herz zu veredeln ſucht, der weiß, daß ein Menſch, von welchem Glück und Un⸗ glück von dreihundert ſeiner Nebenmenſchen abhängen, Re⸗


