Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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das Verfahren bei der Arbeit vervollkommt und wenn ſchnell gearbeitet wird. — Wie kann ich meine Arbeiter hindern, Material zu verſchwenden? Neine Aufſicht reicht dazu nicht hin. — Wie kann ich ſie dahin bringen, daß jeder in ſeinem Fach nach einem einfacheren und leichteren Verfahren ſucht?“

„Dieſe Fragen möchten ſchwer zu beantworten ſeyn,“ meinte Angela.

„Ferner ſagt unſer Mann: um meine Waaren zu guten Preiſen abſetzen zu können, muß ich ſie tadellos liefern kön⸗ nen. Meine Leute arbeiten nicht übel; aber das iſt nicht ge⸗ nug. Sie müſſen Meiſterſtücke liefern.“

„Das heißt viel von den Leuten verlangen. Das würde ſie große Mühe koſten; und was hätten ſie davon?“

„Sie haben das rechte Wort geſprochen: Was hätten ſie davon? Unſer Speculant ſagt: Meinen Arbeitern muß etwas daran liegen, Rohſtoff zu erſparen, ihre Zeit gut an⸗ zuwenden, ein beſſeres Verfahren bei der Arbeit zu erfinden und Meiſterſtücke zu liefern. Um ſie dahin zu bringen, gebe ich ihnen einen Antheil an den Vortheilen, welche ihre Sparſamkeit, ihr Fleiß, ihr Eifer, ihre Geſchicklichkeit bringt. Je beſſer ſie arbeiten, deſto beſſer verkauf ich, deſto beſſer wird ihr Antheil und deſto beſſer der meinige.“

„Jetzt iſt mir Alles klar,“ ſagte Angela.

„Nicht wahr, unſer Speculant hat gut ſpeculirt? Ehe der Arbeiter betheiligt war, dachte er: Warum ſollte ich mich angreifen, um mehr und beſſer zu ärbeiten? Was hab' ich davon? Nichts. Karger Lohn, karge Arbeit. Jetzt aber ſagt er Mein Eifer und meine Sparſamkeit tragen mir etwas ein. Alſo verdopple ich meine Thätigkeit und treibe die Andern an. Iſt ein Kamerad träg, verurſacht er der Fabrik einen Scha⸗ den, ſo darf ich ihm ſagen: Bruder, wir alle leiden unter

deiner Faulheit und unter dem Nachtheil, den du der gemein⸗

ſamen Sache bringſt.“

„Da muß freilich mit Luſt und Liebe und Hoffnung gear⸗ beitet werden.“