Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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— 266 — den Wänden ſtanden mit glänzendem Wachstuch überzogene Tiſche. Im Winter nach Feierabend diente dieß Gemach als Geſellſchaftsſaal für diejenigen Arbeiter, welche den Abend nicht allein oder im Kreis ihrer Familie zubringen wollten. Es war dann mit Gas beleuchtet und gut geheizt. Die Einen laſen, die Andern ſpielten Karte, wieder Andere plau⸗ derten oder machten kleine Arbeiten.

„Das iſt noch nicht Alles,“ ſagte Agricola zu ſeiner Ge⸗ liebten, während er mit ihr die Treppe hinab in den Hof ging. „Sie werden jenes Zimmer gewiß noch hübſcher finden, wenn es am Donnerstag und am Sonntag in einen Tanzſaal verwandelt iſt, und am Dienstag und Samstag Abend in einen Concertſaal.“

„Nicht möglich!“

„Ganz gewiß. Wir haben unter uns Muſikanten, die recht gut zum Tanz aufſpielgn. Ferner ſingen wir faſt Alle, Männer, Weiber und Kindek *) zwei Mal in der Woche im Chor. Leider haben in den letzten Tagen Zwiſtigkeiten in der Fabrik unſere Concerte verhindert.“

„So viele Stimmen! Das muß prächtig ſeyn.“

„Gewiß iſt es ſchön. Herr Hardy hat uns immer aufge⸗ muntert zu dieſer Art von Unterhaltung. Er ſagt mit Recht, ſie habe einen großen Einfluß auf das Gemüth und auf die Sitten. Einmal im Winter hat er auf ſeine Koſten zwei Schüler des berühmten Herrn Wilhem hierher kommen laſſen, und ſeitdem hat unſere Schule große Fortſchritte gemacht. Ohne uns zu ſchmeicheln, darf ich ſagen es iſt ergreifend, ſo zweihundert Stimmen ein Loblied auf die Arbeit oder auf die Freiheit ſingen zu hören. Sie ſollen dem Geſang bei⸗ wohnen und Sie werden gewiß finden, daß in dem brüder⸗ lichen Einklang dieſer Stimmen etwas Großes und Herzerhe⸗ bendes liegt.

*) Siehe vieſpmerfungen am Schluß des Bandes.

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