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Tiſch herumſitzend andächtig Kartoffeln ſchülten und Gewür⸗ zel belaſen.
„Ich merke, Frau Bertrand, wir bekommen heut ein Gaſt⸗ mahl, wie weiland König Belſazar anrichtete,“ bemerkte Agri⸗ cola lächelnd.
„Gerade wie alle Tage,“ erwiderte die Köchin. „Heut gibt's Fleiſchbrühſuppe mit Bohnen, Rindöbraten mit Kar⸗ toffeln, Salat, Obſt, Käſe und als Sonntagsbeilage Trau⸗ benmustorten aus der Bäckerei der Frau Denis, deren Ofen eben geheizt iſt.“
„Sie machen mir einen unmenſchlichen Appetit,“ ſagte Agricola. „Man merkt es immer, wenn Sie die Reihe trifft zu kochen.“
„Sie Spottvogel!“ erwiderte die Köchin.
Das Pärchen ging weiter. „Was mich beſonders ſtau⸗ nen läßt,“ ſagte Angela, „das iſt der Vergleich zwiſchen der unzureichenden, ungeſunden Nahrung der Arbeiter in meiner Heimath mit der hieſigen.“
„Wir bezahlen täglich 25 Sous,“ erwiderte Agricola, „und dafür erhalten wir eine beſſere Koſt als in Paris für 1 drei Franken.“
„Wie iſt denn das möglich?“ fragte das Mädchen erſtaunt. „Der Zauberſtab des Herrn Hardy macht es möglich. Ich will es Ihnen gleich erklären.“ „Ich bin ganz ungeduldig, den Mann zu ſehen.“
„Sie werden ihn bald ſehen, vielleicht noch heute, denn . er iſt von einem Augenblick zum andern erwartet. — Hier ſehen Sie den Speiſeſaal. Sie kennen ihn nicht, weil Ihre ½ Eltern ſich das Eſſen auf's Zimmer bringen laſſen. Iſt das nicht ein hübſches, freundliches Zimmer? Und welche ſchöne Ausſicht auf den Garten, dem Springbrunnen gegenüber!“
Es war ein großer Saal, mehr lang als Peit, mit zehn Fenſtern, welche die Ausſicht auf einen Gartt hatten. An vI. 15


