Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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denheit an. Es iſt wie ein Feenmährchen, und ich meine

immer noch, ich träumte. Frage ich meine Mutter um die Auflöſung dieſes Räthſels, ſo antwortet ſie mir: Arievla wird dir die Sache erklären.“

„Ich bin doppelt glücklich, daß mir dieſe angenehme Auf⸗ gabe zu Theil geworden iſt,“ erwiderte Agricola in ernſtem und zugleich zärtlichem Ton. „Wiſſen Sie, warum? Weil ſie mir nicht gelegener hätte kommen können. 4

„Wie ſo?“ fragte das Mädchen.

„Wenn ich Ihnen dieß Haus zeige, wenn ich Sie mit allen Hülfsmitteln unſerer Gemeinſchaft bekannt mache, ſo kann ich Ihnen ſagen: hier iſt der Arbeitsmann der Gegen⸗ wart und der Zukunft ſicher; hier iſt er nicht, wie ſo viele ſeiner armen Brüder, genöthigt, ſich das ſüßeſte Bedürfniß des Herzens zu verſigen, den Wunſch, ſich eine Lebensge⸗ fährtin zu wählen, weil er beſorgen müßte, ein Elend mit einem andern zu verknüpfen.“

Angela ſchlug erröthend die Augen nieder.

„Hier,“ fuhr Agrie der Hoffnung auf die füße Luſt des Familienlebens über⸗ laſſen, denn er hat die gewiſſe Ausſicht, daß ihm nicht die harten Entbehrungen ſeiner Lieben das Herz zerreißen wer⸗ den. Ordnung, Arbeit und weiſe Venutzung der Kräfte eines Jeden machen hier, daß Männer, Weiber und Kinder zufrie⸗ den leben. Mit einem Wort, . fügte er zärtlich lächelnd hinzu, „wenn ich Ihnen das Alles erkläre, ſo beweiſe ich Ihnen damit, daß man hier nichts Vernünftigeres thun kann, als einander lieben, und nichts Geſcheideres, als heirathen. 4

Angela erröthete noch mehr und ſagte mit ſanft bewegter Stimme. „Ich dächte, wir könnten jetzt unſeren Gang be⸗ ginnen.“

„Den Augenblick,“ erwiderte Agricola, hoch erfreut über die Verwirrung, die er in dieſer naturkindlichen Seele erregt hatte. „Da ſind wir ganz in der Nähe des Schlafſaals der kleinen Mädchen. Dieſe zwitſchernden Vögel haben längſt ihre Neſter verlaſſen. Wir wollen hineingehen.“

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rt, „kann der Arbeiter ſich getroſt.

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