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5 Das eiſerne Bett enthielt einen mit Maisblättern ſtatt mit Stroh gefüllten Sack, eine vortreffliche Matratze und weiche Decken. Eine Gasröhre und die Oeffnung einer Luftheizung
verbreiteten erforderlichen Falles Licht und eine ſanfte Wärme
in dem Zimmer, welches mit einer zitzartig gemuſterten Pa⸗ piertapete bekleidet war und entſprechende Fenſtervorhänge hatte. Eine Kommode, ein Tiſch und einige Stühle von Nuß⸗ baum und eine kleine Bücherſammlung bildeten die ührige
Ausſtattung dieſes Zimmers. In der großen, hellen Kümmer
befand ſich ein Kleiderſchrank, ein Nachttiſch und eine große
Zinkwanne unter einem Hahn, der nach Bedürfniß Waſſer gab.
Vergleicht man dieſe freundliche, geſunde, bequeme Woh⸗ nung mit der dunkeln, kalten, armſeligen Stube in der Briſe⸗ Niche⸗Gaſſe, für welche er neunzig Franken jährlich bezahlte und von und nach welcher er täglich drei Stunden zu gehen hatte, ſo begreift man, welches Opfer Agricola der Zuneigung zu ſeiner guten Mutter gebracht hatte.
Nachdem er ſeinen Schnurrbart und ſeinen Kinnbart aus⸗ gekämmt und einen zufriedenen Blick in den Spiegel ge⸗
. worfen, verließ er ſein Zimmer, um ſich nach dem Wäſchhaus zu Angela zu begeben.
Der Weg führte ihn zunächſt durch einen breiten gedielten 3 Gang, der ſehr ſauber gehalten war und ſein Licht von oben empfing. Trotz dem Samen der Zwietracht, der ſeit Kurzem von den Feinden Hardy's unter der bisher ſo brüderlich ver⸗ 1. einten Gemeinſchaft der Arbeiter ausgeſtreut war, hörte man in faſt allen Zimmern zu beiden Seiten dieſes Gangs fröh⸗ liche Geſänge. Im Vorbeigehen an mehren offenen Thüren wechſelte Agricvla einen freundlichen Morgengruß mit ſeinen
Kameraden. Er eilte die Treppe hinab und ging durch den
Hof, welcher einen mit Bäumen beſetzten Raſenplatz und in
der Mitte der Bäume einen Springbrunnen hatte, hinüber nach dem andern Flüges des Gebäudes. In dieſem Flügel befand ſich die Werkſtätte, wo ein Theil der nicht in der Fabrik beſchäftigten Weiber und Töchter der Arbeiter das Weißzeug verfertigten. Dieß Weißzeug kam um ſo wohlfeiler zu ſtehen, da die Gemeinſchaft ihren Bedarf an Leinwand im


