Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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Bevor wir in dieſer Beſchreibung fortfahren, die vielleicht ein wenig feenhaft erſcheinen wird, müſſen wir vorausſchicken, daß die Wunder, welche wir ſchildern, nicht als utopiſche Träume zu betrachten ſind. Was dieſer Behauptung in un⸗ ſeren Tagen beſonderen Glauben verſchaffen wird, iſt der Um⸗ ſtand, daß jene Wunder das Ergebniß einer vortrefflichen Speculation waren, bei welcher das angelegte Kapi⸗ tal ſich gut und ſicher verzinſte.

Eine große, ſchöne und nützliche Sache unternehmen, einer bedeutenden Anzahl von Menſchen ein Wohlſeyn verſchaffen,

welches idealiſch erſcheint im Vergleich mit der jämmerlichen,

faſt mörderiſchen Lage der großen Mehrheit, ſie unterrichten und in ihren eignen Augen erheben, ſie dahin bringen, daß ſie den groben Genüſſen des Wirthshauſes (oder vielmehr der verderblichen Uebertäubung des Bewußtſeyns ihres Elendes) geiſtige Genüſſe und Erholungen im Gebiet der Künſte vor⸗ ziehen, ſie durch das Glück verſittlichen und durch Aufſtellung eines leicht nachzuahmenden Beiſpiels einen Platz unter den Wohlthätern der Menſchheit einnehmen, — und doch dabei nothwendig ein gutes Geſchäft machen: das ſcheint fabelhaft. Und doch war es in Wirklichkeit der Fall bei den Wundern, von welchen wir ſprechen.

Treten wir in das Innere der Fabrik.

Algricola, der noch nichts von dem betrübenden Verſchwin⸗ den der Mayeur wußte, ſchwelgte in Seligkeit bei dem Ge⸗ danken an ſeine Angela und putzte ſich mit einer gewiſſen Gefallſucht heraus, um vor ſeiner Braut recht ſtattlich zu er⸗ ſcheinen.

Die Wohnung des jungen Mannes in dem Gemeinſchafts⸗ haus koſtete jährlich nicht mehr als fünfundſiebenzig Franken (35 fl. rh., nicht ganz 20 Thlr.). Dieß war der gleichmä⸗ ßige Preis für alle Woh en der Unverheiratheten. Sie befand ſich im zweiten Stokwerk auf der Mittagsſeite und beſtand aus einer Stube und einer Kammer mit der Ausſicht auf den Garten. Der gedielte Fußboden war völlig weiß.

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