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ſehr geiſtreicher Greis, ſeiner Zeit in der großen Wolt ſehr gern geſehen und noch immer ein großer Kenner in Allem, was zum guten Ton gehört, hatte ihr gerathen, als Für⸗ ſtentochter einen Stallmeiſter und Edelknecht anzunehmen, und ihr dazu einen Mann von guter Erziehung und mehr als reifem Alter empfohlen, dar in England ſein Vermögen 1 zu Newmarket und bei Tattersall (dem berühmten Pferde⸗ und zu London) zugeſetzt hatte und, wie das zuweilen bei Gentlemen ſo geht, ſich hatte bequemen müſſen, als Roſſelenker auf den Bock eines Eilwagens Befriedigung für ſeinen Hunger und für ſeine Pferdeliebhaberei zu ſuchen. Dieſer Schützling des Grafen von Montbron hieß Herr von VBonneville. Sein Alter und ſeine feine Lebensart machten ihn geeignet, das Fräulein von Cardoville zu Pferd zu be⸗ gleiten, und vermöge ſeiner hippognomiſchen Kenntniſſe konnte er beſſer als irgend jemand für die Pferde und für das Fuhr⸗ werk ſorgen. Er nahm mit Dank dieſe Stelle an, und ſeine
einſichtsvolle Sorgfalt machte, daß das Fuhrwerk des Fräu⸗
leins von Cardoville ſich mit den Zierlichſten meſſen konnte,
was Paris in dieſem Stück anfzuweiſen hatte.
Adriana hatte ferner ihre Kammermädchen Hebe, Georgette
und Florine wieder zu ſich genommen. Die Letztere war in der Zwiſchenzeit bei der Fürſtin von St. Dizier eingetreten, um hier ihre Rolle als Beobachterin zum Beßten des Ma⸗ rienkloſters zu ſpielen. Aber nach der neuen Wendung, welche Rodin der Rennepontſchen Angelegenheit gegeben, war be⸗ ſchloſſen worden, daß Florine wo möglich ihren Dienſt bei Adrianen wieder übernehmen ſollte, wo ſie genöthigt war, den Leuten, die ſie in ihrer Gewalt hatten, ihre Gebieterin zu verrathen. Die Möglichkeit zur Wiedereinſchiebung dieſer Unglücklichen in die Dienerſchaft des Fräuleins war gegeben. In einem Augenblick der Reue hatte Florine am Tag nach der Einſperrung Adrianens der Mayeur den für das Fräulein ſehr nützlichen Rath gegeben, den Agricvla zu vermögen, aß er die von ihm im Verſteck des Pavillon gefundenen nicht in die Hände der Fürſtin von St Dizier lie⸗ hatte Adriana durch die Mayeur erfahren, und
ferte. Dieß deßhalb ſchenkte ſie Florinen
doppeltes Zutrauen. Sie nahm


