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„Dieſe Frauen ſollten mich lieben? — mich, der ich nur im Krieg und auf der Jagd gelebt habe?“ 2
„Angebetet werden Sie von dieſen Frauen werden, wenn dieſelben denken, daß Sie, ſo jung, ſchon Menſchen und Tiger gejagt haben.“
„Du lügſt!“
„Ich ſage Ihnen, wenn die Frauen dieſe Hand ſehen, welche ſo niedlich iſt wie die ihrigen, und welche ſich ſo oft in Feindesblut gebadet hat, dann werden ſie dieſe Hand küſſen wollen, und nochmals küſſen bei dem Gedanken, daß Sie in unſern Wäldern mit geſpannter Büchſe und mit dem Dolch zwiſchen den Zähnen gelächelt haben zum Brüllen des Löwen und des Panthers, den Sie erwarteten.“
„Aber ich bin ein Wilder, ein Barbar.“
„Gerade deßhalb werden ſie ſich Ihnen zu Füßen legen, Sie werden ſich zugleich erſchreckt und angezogen fühlen bei dem Gedanken an die Gewaltſamkeit, an die Wuth, an das Toben der Eiferſucht und der Liebe, deren ein Mann von Ihrem Blut, von Ihrer Jugend und von Ihrem Feuer fähig iſt. Heute ſanft und zärtlich, morgen mißtrauiſch und ſcheu, ſpäter wieder glühend und leidenſchaftlich — ſo werden Sie ſeyn, ünd ſo muß mun ſehn, um dieſe Weiber hinzureißen. Ein Wuthſchrei entſchlüpfe Ihnen zwiſchen zwei Küſſen, ein Dolch blinke zwiſchen zwei Liebkoſungen, und dieſe Weiber werden überwältigt, bebend vor Wonne, Liebe und Schrecken niederſinken, und Sie werden für dieſelben nicht mehr ein Mann, ſondern ein Gott ſeyn.“
„Du glaubſt — —2“ rief Dſchalma, hingeriſſen von der Beredtſamkeit des Würgers.
„Sie wiſſen — Sie fühlen, daß ich die Wahrheit rede,“ antwortete Faringhea.
„Ja! ja!“ rief Dſchalma mit funkelndem Blick und durch⸗ lief ſchnaubend, faſt in Sprüngen, das Gemach. „Ich weiß nicht, ob ich bei Sinnen oder trunken bin. Aber mich, dünkt, Du ſprichſt die Wahrheit. Ja, ich fühle es, man wird mich bis zum Wahnſinn, bis zur Raſerei lieben. Man wird


