Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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zu erwidern. „Und die Liebe dieſer beiden Zwillingsſchwe⸗ —

„Zwillingsſchweſtern?“ unterbrach Simon mit unausſprech⸗ licher Freude. — „O, wie glücklich muß ihre Mutter ſeyn! — Verzeihen Sie, Fräulein, daß ich ſo wenig höflich bin und Ihnen ſo ſchlecht für Ihre Nachricht danke. — — Aber Sie begreifen — — Seit ſiebzehn Jahren habe ich meine Frau nicht geſehen. Ich komme an — — und ſtatt zwei theuren Weſen — — finde ich drei. — — Erlauben Sie, Fräulein; ich wünſchte den vollen Umfang des Dankes zu kennen, wel⸗ chen ich Ihnen ſchuldig bin . Sie ſind unſere Ver⸗ wandte. Ich bin ohne Zweifel hier in Ihrer Wohnung. Meine Frau und meine Kinder ſind hier, nicht wahr? — Sie fürchten, mein plötzliches Erſcheinen möchte dieſelben zu ſehr angreifen? — Gut! ich werde warten. Doch — Fräu⸗ lein, ich bin überzeugt, Sie ſind eben ſo gut wie ſchön. Haben Sie Mitleid mit meiner Ungeduld. Bereiten Sie baldigſt alle Drei vor — — mich zu empfangen.“

Dagobert wich den Blicken des Marſchalls aus und zitterte wie ein Eſpenlaub; Adriana ſchlug die Augen nieder. Das Herz wollte ihr brechen bei dem Gedanken, welch ein fürch⸗ terlicher Schlag die Entdeckung der Wahrheit für den Mar⸗ ſchall ſeyn müßte.

Betroffen über das herrſchende Schweigen ſah Simon das Fräulein und Dagobert an. Seine Unruhe ſteigerte ſich zur

Angſt und er rief: „Dagobert! — — Du verheimlichſt mir etwas.“

„Herr General,“ ſtammelte der Soldat; — — „ich — — ich — —

„Fräulein,“ ſagte der Marſchall, „ich beſchwöre Sie, ſpre⸗ chen Sie offen zu mir. Meine Angſt iſt entſetzlich. Meine erſten Beſorgniſſe erneuern ſich. Wie iſt es? Meine Frau — — nmeine Töchter — — ſind krank? — — Sind ſie in Gefahr? O, reden Sie! Reden Sie!“

„Herr Marſchall,“ erwiderte Adriana, „Ihre Töchter ſind