Teil eines Werkes 
6. Band (1844)
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Armen auf den Soldaten zu und riefs „ Freund!! alter Freund!!

Dagobert drückte ihn mit ſprachloſer Rührung an ſein Herz. Der Marſchall machte ſich von ihm los, betrachtete ihn mit thränenfeuchten Augen und fragte ihn mit bebender Stimme und zitternden Lippen: „Nun? Du biſt noch zu rechter Zeit gekommen, um am 13. Februar hier zu ſeyn?“

„Ja, Herr General,“ antwortete Dagobert. „Aber Alles iſt auf vier Monat hinausgeſchoben.“

„Und meine Frau? — Und mein Kind!“

i dieſer Frage erbebte Dagobert, ſenkte das Haupt und

ſchwieg.“

„Sie ſind alſo nicht hier?“ fragte der Marſchall mehr überraſcht als beunruhigt. „In Deiner Wohnung iſt mir ge⸗ ſagt worden, weder meine Frau noch mein Kind ſeyen dort, Dich aber würde ich hier finden. Ich bin hieher geeilt⸗ Sie ſtnd alſo nicht da?

Dagobert ward leichenblaß und ſtammelte „Herr General Gener Er konnte nichts weiter her⸗ vorbringen und wiſchte ſich den kalten Schweiß von der Stirn ab.

„Du machſt mir — Angſt!“ rief der Marſchall und ward

bleich wie der Soldat, indem er ihn beim Arm faßte.

Adriana trat vor mit der Miene ſchmerzlicher Rührung, um dem alten Dagobert in ſeiner peinlichen Verlegenheit zu Hülfe zu kommen. Mit ſanfter Stimme ſagte ſie zu Simon: „Herr Marſchall, ich bin das Fräulein von Cardoville — — eine Verwandte Ihrer Kinder.“

Der Marſchall wandte ſich ſchnell um. Eben ſo überraſcht durch die ſeltene Schönheit wie durch die Worte Adrianens, ſtammelte er: „Sie, Fräulein? — — Verwandte — — mei⸗ ner Kinder?“ Auf die letzten Worte legte er großen Nach⸗

druck und ſah Dagobert betroffen an.

„Ja, Herr Marſchall, Ihrer Kinder,“ beeilte ſich Adriana