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verborgenen Macht dieſer Geſellſchaft keine Uebertreibung ent⸗ hält. Seyn ſie ſtets auf Ihrer Hut, theures Fräulein, und in zweifelhaften Fällen nehmen Sie keinen Anſtand, ſich an mich zu wenden. In drei Tagen habe ich aus eigner Er⸗ fahrung das Treiben jener Menſchen hinlänglich kennen lernen, um Ihnen einen Fallſtrick, eine Liſt, eine Gefahr an⸗ zeigen und Sie davor bewahren zu können.“
„Wenn nicht die Dankbarkeit ſchon, ſo müßte mein eigner
WVortheil in einem ſolchen Fall Sie als meinen beſten Rath⸗
geber bezeichnen.“
Zur Taktik der Söhne Loyola's gehört es, bald ihr Da⸗ ſeyn zu läugnen und durch feile Schriftſteller von Jeſuiten⸗ riecherei und blinder Jeſuitenfurcht reden zu laſſen, um den Schlägen ihrer Gegner auszuweichen, — bald wieder keck die unverwüſtliche Lebenskraft ihres Ordens auszupoſaunen, um die Schwachen einzuſchüchtern. Dem Verwalter zu Cardoville hatte Rodin ins Geſicht gelacht, als dieſer vom Daſeyn der Jeſuiten ſprach. Und ietzt ſchilderte er genau ihr Treiben, um in die Seele Adrianens einige Keime der Angſt zu wer⸗ fen, welche ſich unter dem Einfluß näherer Erwägung ent⸗ wickeln und ſpäter ſeinen heilloſen Anſchlägen dienen ſollten.
Die Mayeur fühlte fortwährend große Angſt vor Rodin. Indeß ſeitdem der Jeſuit die unheilvolle Gewalt des Ordens geſchildert, fühlte ſie ſich ihrer innerſten Neigung zuwider zum Dank gegen ihn verpflichtet für die wichtigen Rathſchläge, welche er dem Fräulein gegeben. Sie war weit entfernt zu argwohnen, daß der Jeſuit die Keckheit habe, ſo von einer Geſellſchaft zu reden, zu welcher er ſelber gehörte. Der neue verſtohlene Blick, den ſie auf ihn warf, drückte Staunen und Dankbarkeit aus. Rodin, welcher ſie nie aus dem Auge ließ, erlauerte dieſen Blick Aus demſelben errieth er den Ein⸗ druck, welchen er hervorgebracht. Er beſchloß denſelben zu verſtärken, den Abſcheu der Buckeligen zu überwinden und hauptſächlich einer Entdeckung, welche früher oder ſpäter hätte gemacht werden müſſen, zuvorzukommen. Mit einer Wiene, als hätte er etwas wichtiges vergeſſen, ſchlug er ſich vor die
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