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ich nichts erfahre, ſo komm ich wieder hieher zu Ihnen. Vor⸗ *
geſtern waren die Kinder im Kloſter; jetzt, wo Alles entdeckt iſt, kann man mir ſie nicht verweigern.“
„Ein ſolcher Starrkopf läßt nicht mit ſich reden!“ bemertte Rodin lächelnd.
„Wenn er nur nicht erkannt wird!“ ſagte Adriana, ſich der Drohungen Baleiniers erinnernd.
„Das iſt nicht anzunehmen,“ erwiderte Rodin. „Man wird ihn nicht einlaſſen. Das wird hoffentlich das Unan⸗ genehmſte ſeyn, was ihm bevorſteht. Uebrigens muß auch der Richter bald mit den Kindern kommen. — Ich bin hier nicht weiter nöthig. Andere Geſchäfte rufen mich anderwärts hin. Ich muß mich nach dem Prinzen Dſchalma erkundigen. Sagen Sie mir gefälligſt, werthes Fräulein, wann und wo ich Sie treffen kann, um Ihnen von Zeit zu Zeit die Er⸗ gebniſſe meiner Nachforſchungen mitzutheilen und mit Ihnen in Betreff des Prinzen Abſprache zu nehmen, wenn, wie ich hoffe, meine Nachforſchungen guten Erfolg haben.“
„Sie werden mich in meiner neuen Wohnung antreffen, in welche ich mich von hier aus verfüge, in der Anjouſtraße, im ehemaligen Hötel Breulieu.“ Adriana beſann ſich einen Augenbick und fuhr dann fort: „Da fällt mir ein, ich halte es aus mehren Gründen weder für paſſend noch für klug, dem Prinzen Dſchalma den bisher von mir bewohnten Pa⸗ villon im Hotel St. Dizier zum Aufenthalt anzuweiſen. Kürzlich habe ich ein herrliches Häuschen geſehen, welches ieden Augenblick bezogen werden kann. Einige Verſchöne⸗ rungen, die ſich in vierundzwanzig Stunden anbringen laſſen, werden daraus eine ſehr hübſche Wohnung machen.“ Sie ſchwieg abermals und ſchloß dann: „Ja, das iſt viel, viel
beſſer. Auf dieſe Weiſe kann ich das ſtrengſte Incognito be⸗
wahren.“
„Wie?“ rief Rodin, durch deſſen Plane dieſer Entſchluß
des Fräuleins einen großen Strich machte. „Sie daß er nicht wiſſen ſoll — — —
„Ich will,“ antwortete Adriang, „daß der Prinz ſchlechte


