Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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las. Er iſt in der größten Angſt.. .. Welche Liebe! . . welche Leidenſchaft!. .. In ſeinem Alter dieſe Wärme des Herzens noch erhalten zu haben!.. Wie geht es nur zu, daß außet dieſer Liebe, die ihn beherrſcht, bei dem Grafen nur Egoismus, Habgier, Stolz und kecke Verachtung alles deſſen, was nicht reich, adlig oder maͤchtig iſt, vorhanden? und dieſer Mann iſt gut geweſen; er hat, wie man ſagt, in ſeiner Jugend den edelſten Gefuhlen ſich hingege⸗ ben! .. . Die Zeiten haben ſich ſehr geaͤndert: das Alter hat dieſes ſonſt ſo zarte, liebevolle Gemuth verhartet, vererzt.“

Dann ſetzte Miſtreß Wilſon, im Leſen fortfahrend, langſam und mit nachdenklicher Miene hinzu:

„Ich erwartete das. Er fuͤrchtet, die furchtbare Scene von vorhin habe Raphaelens Abſichten und die meinen geändert;.. er beſchwört mich im Namen ſeiner Liebe, allen meinen Einfluß auf meine Tochter anzuwenden, um ſie dazu zu vermoͤgen; Scipio zu verzeihen. Denn, ſetzt der Graf hinzu, das Gluͤck ſeines Lebens.. meine Ver⸗ mählung mit ihm, hange von der Verbindung meiner Toch⸗ ter mit Scipio ab.“

Und nach einer Pauſe begann Miſtreß Wilſon wieder, eine fluͤchtige Thraͤne trocknend:

„O! meine ſchoͤnen goldnen Traume ... ſuͤße und theure Erinnerungen, die jetzt wieder neu belebt .

Doch ſich unterbrechend ſetzte ſie hinzu:

„Keine Schwaͤchen, keine feige Reue! es iſt ja nicht