Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
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„Und die plötzliche Veraͤnderung?. woher kam ſie?“

„Weil ich es verſtand, den Grafen Duriveau zur Liebe zu mir zu bewegen,“ ſagte ganz einfach Miſtreß Wilſon.

„Dich zu lieben. der Graf!“ rief Raphaele.

„Mich zu lieben... und grenzenlos.. denn nach zwei Monaten einer unausgeſetzten Huldigung.. beſchwor er mich, ſeine Hand und ſein Vermoͤgen anzunehmen .. . und ich nahm ſie an.“

„Du?“ ſagte Raphaele voll Beſturzung.

„Aber unter Einer Bedingung... der naͤmlich, daß Deine Heirath mit Scipio zugleich mit meiner Heirath mit dem Grafen Statt finden ſolle.“

Nach einer neuen Bewegung eines ſo außerordentli⸗ chen Staunens, daß das junge Maͤdchen ganz ſtumm blieb, warf es ſich an Miſtreß Wilſons Hals und rief:

„O, meine Mutter, jetzt begreife ich Alles. jetzt be⸗ greife ich das ſchmerzliche, unermeßliche Opfer, das Du mir gebracht haſt.... Du haſt. .. um meine Verbindung ſicher zu ſtellen . . auf jede Liebe Verzicht geleiſtet.. deren Du Dich mit ſo viel Wonne und Stolz erinnerteſt!.. Du willſt einen Mann heirathen, den Du nicht ſchatzeſt. den Du vielleicht haſſeſt... und das fuͤr mich!“

„Nein, nein, mein Engel . enttäuſche Dich. ent⸗ tauſche Dich entgegnete Miſtreß Wilſon, um die Be⸗ denklichkeiten ihrer Tochter zu beſchwichtigen: „beruhige Dich! Ich bin Herrn Duriveau aufrichtig ergeben: hat er nicht Dein Gluͤck geſichert? iſt das nicht meines Dankes ge⸗