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ohnſtreitig damals nicht dem Willen ſeines Vaters entgegen⸗ treten.“
„Und Du hatteſt mir alles Das verſchwiegen, theure Mutter?“
„Wozu Dir es denn ſagen? Ich hatte Dir durch das Verſprechen Deiner Verheirathung mit Scipio das Leben wiedergeſchenkt. Dieſe Beaͤngſtigungen, dieſe Zwei⸗ fel, dieſe Befuͤrchtungen wuͤrden Dich getödtet haben. Ich mußte Dir Deinen blinden Glauben an mein Wort, an mein Verſprechen laſſen.“
„O, meine Mutter! meine Mutter!“ ſchluchzte das junge Mädchen, wie erdruckt unter den Beweiſen dieſer Liebe ihrer Mutter.
„Ich wollte den Grafen Duriveau perſoͤnlich kennen lernen,“ begann Miſtreß Wilſon wieder; „ich wollte durch mich ſelbſt dieſen furchtbaren Mann beurtheilen, der, ohne
es zu wiſſen, das Leben meiner Tochter in ſeinen Haͤnden hatte. Dieſe Freundin, von der ich ſprach, verſchaffte mir eine Begegnung mit ihm.“
„Und dann .. liebe Mutter?“
„Drei Monate nach dieſem Zuſammentreffen,“ ſagte Miſtreß Wilſon, ohne es zu verſuchen, dieſes Mal den Stolz ihrer muͤtterlichen Freude zu verbergen, „fragte der Graf Duriveau, nachdem er ploͤtzlich die ſchon ſichre Ver⸗ bindung, welche ſeiner Eitelkeit ſo ſehr ſchmeichelte, abge⸗ brochen hatte, in meiner Gegenwart, ob Du Scipio zum
Gemchl annehmen wollteſt.“


