Teil eines Werkes 
1. Bandes 2. Theil (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 118 —

cis Dadley war frei... ich war es auch. ich ſage Dir nicht all den Antheil, den auch Deine Zukunft an unſern Heirathsplaͤnen hatte.... Aber wozu jetzt dieſe Erinnerun⸗ gen?“ ſetzte Miſtreß Wiſon mit ſchwermuͤthigem Laͤcheln hinzu „alles dies iſt nichts mehr als ein eitler, aber gluͤck⸗ licher Traum!“

„Und warum ſprichſt Du, liebe Mutter, von dieſer Vergangenheit wie von einem Traume?“ ſagte Raphaele, von dieſem Geſtäͤndniſſe eben ſo uͤberraſcht als geruhrt.

Miſtreß Wilſon ſchuttelte traurig den Kopf, und als habe ſie dieſen ſchmerzlichen Erinnerungen entfliehen wollen, ſetzte ſie, ihre Tochter umarmend, hinzu:

„Laß uns von Dir ſprechen, Geliebte!... Während dieſer Reiſe erhielt ich, wie Du weißt, jeden Tag einen Brief von Dir. Plotzlich blieben dieſe Briefe aus! . Deine Tante ſchrieb mir. Durch ſie traf mich die Nach⸗ richt von Deiner Krankheit wie ein Bliß. . .. Ich reiſe ab ich komme an.. ich finde Dich ſterbend.“

„O, meine Mutter!... Du liebteſt. und Du kamſt doch; . jetzt begreife ich das Opfer, das Du m gebracht.“

„Wenn ich mich fuͤr Dich aufgeopfert mein Kind, ſo kennſt Du noch nicht die ganze Groͤße dieſes Opfers... Ich komme an... ich finde Dich ſterbend..

Du geſtehſt mir Deine thrigte Leidenſchaft.. . Auße mir, Dein Leben um jeden Preis erkaufen wollend, ver⸗ ſpreche ich Dir, Dich mit Scipio zu verbindenz. die