— —
in Staunen, armes Kind, und darum muß ich Dir Alles ſagen, ſogleich und ungern, denn Du ſollteſt es nie erfahren.“
Dann fuhr Miſtreß Wilſon nach einer Pauſe nicht ohne Stolz fort:
„Und warum ſollte ich auch daruͤber errothen, Dir zu geſtehen... zu welcher großmuͤthigen Handlung mich Mut⸗ terliebe begeiſterte?... So hoͤre denn. Ich hatte, wie Du weißt, Paris in der Hoffnung verlaſſen, in England For⸗ derungen einzuziehen, welche in Folge des Todes und der ungluͤcklichen Geſchaͤfte Deines Vaters beſtritten wurden. Die Summe, die ich reclamirte, war ſehr bedeutend. Wenn ich ſie erhielt, ſo war Dir dadurch eine ſehr anſehnliche Mitgift geſichert, und in unſern Zeiten der Habſucht mußte dies, meiner Anſicht nach, fuͤr Dein kuͤnftiges Gluͤck von großem Einfluſſe ſein. Bei meiner Ankunft in England brachte mich der Zufall mit Sir Francis Dadley in Ver⸗ bindung, der bei den Forderungen, die ich realiſiren wollte, mit betheiligt war. Ritterliche Rechtlichkeit, ausgezeichne⸗ tes Zartgefuͤhl, edles Herz, anmuthigen Geiſt und großen Character, alles dies vereinte Sir Francis, um Achtung und Zuneigung fordern zu können. Ich mußte ihn oft ſehen, um Intereſſen bei ihm zu beanſpruchen, welche die Deini⸗ gen waren. Was ſoll ich Dir noch mehr ſagen, mein Kind. Unſern anfangs nur ſehr ernſten Beziehungen folgte innige Freundſchaft.. und dann ein zaͤrtlicheres Gefuhl, das mich glͤcklich und ſtolz machte, denn ich theilte es und fuͤhlte mich des Mannes werth, der es mir einfloͤßte. Sir Fran⸗


